Vegan im Kino

Wer sich zum Film nicht mit ungesundem Quatsch vollstopft, kann gleich zuhause bleiben. So geht veganes Essen im Kino.

25.Aug 2016

Popcorn

Die Jubelnachricht zuerst: Das Popcorn in so gut wie allen großen Kinoketten ist vegan. Das gilt für die süße und die salzige Version und auch, wenn es künstlich nach Butter schmecken soll. Wer nicht ins Cinemaxx, Cineplex oder ein sonstiges Multiplex-Kino geht, fragt sicherheitshalber noch mal nach.

Nachos

Die meisten Kinoketten verkaufen Nachos und Dips der Marke Hombre. Deren Nachos sind laut eigener Aussage vegan, das gilt aber weder für die Salsa noch für den Käsedip. Also lieber einen Bottich Käsesoße von zuhause mitbringen.

Chips und Nüsse

Je nach Kette variiert das Angebot ein wenig, aber irgendwas mit Chips und Nüssen gibt es fast überall. Beim Cinemaxx lässt sich sehr vorbildlich online einsehen, welche veganen Snacks es in verschiedenen Städten gibt, ansonsten gilt wie immer: Viele Sorten Pringles sind vegan, Standard-Erdnüsse und Studentenfutter sind vegan. Unser Einkaufsguide hilft im Zweifel weiter.

Eis

Am Plastikaufsteller mit den mischbaren Gummitieren gehen Veganer lieber vorbei – die enthalten nämlich echte Tiere – aber das Eis sollte man nicht einfach so ignorieren. Die allermeisten Kinos haben eine Langnese-Kühltruhe am Start, in der vegane (allerdings nicht tierversuchsfreie) Klassiker wie Flutschfinger, Calippo und Capri chillen. Kleinere Kinos haben außerdem oft Schätze wie Mr. Tom, Ritter Sport Marzipan oder Oreos im Regal.

Getränke

Auch hier setzen die meisten Kinos praktischerweise auf große Marken wie Bionade, Coca-Cola, Fritz, Red Bull und Beck’s, bei denen das allermeiste vegan ist. Meist gibt es außerdem heißen Tee und schwarzen Kaffee. Dass Sojamilch dazu cool wäre, kann man ruhig solange erwähnen, bis es was wird.

Ihr guckt Filme lieber zuhause? Hier sind unsere Netflix-Empfehlungen und die passenden selbstgemachten Snacks dazu.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
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Go Vegan!

Vegan im Sushi-Restaurant

Veganes Essen gibt es nicht nur in veganen Läden. So werdet ihr im japanischen Restaurant satt.

Foto: Alva Pratt
25.Aug 2016

Vorspeisen aussuchen

Die variieren natürlich extrem, je nachdem, ob man das Sushi-Taxi ruft oder im Sterne-Restaurant japanisch isst. Oft gibt es aber Edamame, also gekochte und gesalzene grüne Sojabohnen, die man aus der Schale ploppen kann, oder veganen Algen- oder Gurkensalat, bei dem man nur kurz checken sollte, ob Fischsoße oder Fischflocken dran sind.

Miso meiden

Auch wenn die aus verschiedenen Getreidearten fermentierte Miso-Paste an sich vegan ist, wird Miso-Suppe fast immer zusätzlich mit Fischbrühe zubereitet. Das gilt auch für Ramen, Udon und andere Nudelsuppen. Viele Restaurants bieten dazu keine vegane Alternative an, manche haben aber auch vegetarisches Dashi aus Kombu-Algen und Pilzen da.

Fischzutaten checken

Dass man weder Lachs-Sushi noch Oktopus am Stück bestellt, ist klar, aber die japanische Küche versteckt Fischprodukte oft so, dass man sie den fertigen Gerichten kaum noch anmerkt. Neben Fischsoße und Fischbrühe können das auch Fischflocken (Dashi) sein, die übers Essen gestreut werden. Solange man darauf achtet, ist der Rest meist umso offensichtlicher, weil Eier und /fischerei-aquakultur meist als Hauptzutaten aufgelistet sind und Milchprodukte kaum vorkommen.

Sushi bestellen

Fast in jedem Sushi-Restaurant gibt es vegane Maki-Rollen mit Gurke (Kappa) oder Avocado, manchmal auch welche mit eingelegtem Rettich (Takuan), Kürbis (Kanpyo) oder Tofu (Inari). Auch bei den belegten Nigiri und den meist aufwändigeren Inside-Out-Rolls kann man Glück haben. Wer unvegane Zutaten meiden will, sollte nicht nur auf /fischerei-aquakultur achten, sondern auch auf Frischkäse, Mayo und Omelett (Tamago). Die gute Nachricht: In den kleinen Plastikfischen, die es zu bestelltem Sushi oft gibt, ist vegane Sojasoße, und auch der eingelegte Ingwer und die Wasabipaste gehen klar.

Nach Soba fragen

Meist eher was für coolere Japan-Cafés als für den Lieferdienst, aber die Buchweizennudeln Soba sind vegan. Es gibt sie heiß mit Gemüse und Soße (die man natürlich wieder auf Fisch checken sollte) oder sommerlich kalt.

Tee trinken

Neben dem „normalen“ grünen Tee und dem pulverisierten Matcha sollte man auch Genmaicha probieren, einen grünen Tee, der dank gerösteten Reiskörnern ziemlich besonders schmeckt.

Bento bauen

Die spannendsten Elemente der japanischen Küche gibt es hierzulande bislang kaum in Restaurants. Es lohnt sich also, einen asiatischen Supermarkt auszuchecken und sich beispielsweise aus eingelegtem Gemüse, Reis, Sojaprodukten wie Seidentofu oder Natto und Salat selbst eine schicke Bento-Box zusammenzubauen.

Ihr esst lieber indisch? Oder Restaurants sind euch zu fancy? Hier gibt es veganes Fast Food.