Vegan und plastikfrei auf Festivals

Hier findet ihr alle Tipps für eine nachhaltige und tierleidfreie Festivalsaison.

10.Jan 2022

Obwohl etliche Festivals mittlerweile ausschließlich pflanzliches Essen anbieten [1], gibt es immer noch einige, bei denen sowohl Fleisch als auch Plastik über die Theke gehen. Wir von PETA ZWEI finden: Das muss nicht sein! In diesem Beitrag findet ihr wertvolle Tipps, wie ihr vegan und plastikfrei durch die Festivalzeit kommt – und euer Leben auch danach tier- und umweltfreundlich gestalten könnt.

Tipps für eine pflanzliche Ernährung auf Festivals

  • Lage checken

    Viele Festivals haben inzwischen die Nachfrage nach veganem Essen registriert und stellen ihr Angebot entsprechend um. Wer den Festivals in den sozialen Netzwerken folgt, findet dort häufig Hinweise über das Essensangebot. Auch auf den Websites der Veranstaltungen kann man in den FAQs das Angebot einsehen. Im Zweifel könnt ihr den Betreibern und Betreiberinnen sicher auch eine E-Mail schreiben und nach dem pflanzlichen Ernährungsangebot fragen.

  • Pommes finden

    Wer schnell Kalorien, Fett und Wärme braucht, kommt meist auch ohne spezielle Veggie-Stände durch. Bei vermeintlich tierfreien Wok-Pfannen ist eher Vorsicht geboten (da oft mit Fischsauce zubereitet). Auch bei den kleinen Frühlingsrollen ohne Fleisch solltet ihr besser genau nachfragen, ob sie tatsächlich vegan sind. Dafür kann man mit den guten alten Pommes mit Ketchup meist nicht viel falsch machen.

  • Vorbereiten

    Wer im Vorfeld Zeit hat, kann leckere vegane Köstlichkeiten vorbereiten, sodass die Freunde grün vor Neid werden. Quinoa-Möhren-Buletten, Couscous mit Paprika, mediterrane Muffins oder Linsen-Kartoffel-Aufstrich lassen sich schnell zubereiten und gut über zwei, drei Tage lagern. Hier findet ihr weitere Rezepte.

  • Selber kochen!

    Festivalprofis reisen nicht ohne Gaskocher, Wasserkocher, Grill und Kühltasche (oder suchen gut ausgestattete Campnachbarn), was schier endlose Möglichkeiten eröffnet. Die Klassiker Dosenravioli, Grillwürstchen und Instantnudeln gibt es längst auch rein pflanzlich und in der budgetfreundlichen Discounterversion.

  • Saisonales Obst mitbringen

    Sorry spießig, aber: Gerade auf längeren Festivals sind am Ende alle denen dankbar, die zumindest ein paar Radieschen, eine Gurke oder ein paar Äpfel aus der Region aufschneiden und damit das Camp vorm Skorbut retten können. Die wichtigste Festivalfrucht bleibt aber die Banane. Mit ihren Mineralien macht sie sogar den Katerkopf ein bisschen besser.

Festival-Einkaufsliste

  • herzhafte Brotaufstriche
  • Erdnussbutter / Marmelade / Schokoaufstrich
  • Obst (Bananen!)
  • Gemüse (ggf. schon vorbereitet / geschnitten)
  • Kekse
  • Pflanzendrink/ Sojakakao
  • Müsli
  • fertige Linsengerichte
  • Hummus
  • Knabberzeug / Chips
  • Toast / Brot
  • Instantkaffee / Tee
  • Tofu- bzw. Seitanprodukte (Würstchen, Bratlinge, Burger, Riegel)
  • Gebackene Bohnen aus der Dose
  • Gemüseravioli
  • Instant-Reisgerichte
  • (Mineral-)Wasser / Limo
  • Saft
  • Schoko- bzw. Müsliriegel
  • Suppen
picknick

Tipps für eine plastikfreie und nachhaltige Festivalsaison

  • Plastikfrei: Essen und Getränke

    Selbst Leute, die den Rest des Jahres darauf achten, wie viel Müll sie produzieren, rasten bei Festivals gerne mal aus. Dabei geht es auch anders: Packt euch Studentenfutter und Müsli aus dem Unverpacktladen in Tupperdosen ein, nehmt unverpacktes Obst wie Bananen und Äpfel mit und holt euch am Morgen vor der Abfahrt noch eine Ladung Brötchen in der Papiertüte oder im Stoffbeutel vom Bäcker. Bei klassischem Dosenessen wie Ravioli oder Chili oder dem Pflanzendrink im beschichteten Karton könnt ihr zumindest drüber nachdenken, die größere Größe zu kaufen und mit euren Mitcampern zu teilen. Glas ist auf vielen Festivals grundsätzlich verboten, aber wenn ihr eine wiederverwendbare Trinkflasche mitnehmt und vor Ort immer wieder auffüllt, spart ihr euch gleichzeitig das Wasser-Sixpack-Schleppen.

  • Nachhaltig: Geschirr und Besteck

    Wie immer gilt: Es ist nicht sehr nachhaltig, euch jetzt das 30-teilige Bambus-Geschirrset neu zu kaufen, wenn ihr es nur einmal im Jahr benutzt. Aber vielleicht habt ihr noch wiederverwendbare Plastikteller oder eh kein Problem damit, euer Müsli aus der Tupperdose zu löffeln? Dann bringt das auf jeden Fall mehr, als wenn ihr eine Packung Einwegteller im Supermarkt kauft. Auch eine Grundausrüstung an wiederverwendbarem Besteck solltet ihr natürlich mitnehmen. Und falls die Pommes oder der vegane Burger auf dem Gelände selbst noch auf Plastik serviert werden: Sprecht die Essensstandbetreiber:innen und auch das Festival selbst gern an, damit sie wissen, dass Bedarf an umweltfreundlicheren Alternativen besteht. Fragt außerdem gern nach, ob die Speisen nicht auch auf eure mitgebrachten Teller ausgegeben werden können.

  • Umweltfreundlich: Kosmetik einkaufen

    Es ist extrem verlockend, vor einem Festival das Reisegrößen-Regal in der Drogerie leerzukaufen, aber lauter kleine Plastikfläschchen und Wegwerf-Feuchttücher sind keine gute Idee für die Umwelt. Und macht euch keine Sorgen: Es geht nicht darum, sofort in jedem Punkt perfekt plastikfrei sein zu müssen, wenn es noch alte Dinge aufzubrauchen gilt oder es für bestimmte Produkte noch keine gute Alternative gibt. Vor allem bei veganer und tierversuchsfreier Kosmetik bekommt man aber zum Glück oft schon Zero-Waste-Produkte, und mit ein bisschen Lust an DIY kann man beispielsweise Deo oder Mascara auch selbst machen.

  • Regenjacken wiederverwenden

    Allgemein ist Kleidung nicht unbedingt etwas, das man am Ende eines Festivals wegwirft. Ausnahme: Regencapes. Statt euch nur „für den Notfall“ ein Einmal-Cape zu kaufen, das am Ende im Müll landet, investiert lieber ein bisschen mehr in ein besseres Cape oder eine Regenjacke. Denn seien wir ehrlich, regnen wird es garantiert. Und dann freut sich nicht nur die Umwelt, wenn ihr eine Regenjacke tragt, die wirklich dicht hält.

  • Zelt leihen, verleihen oder nachhaltig nutzen

    Die Vorher-Nachher-Fotos von großen Festivals, bei denen der Campingplatz am Ende voller weggeworfener Zelte liegt, habt ihr garantiert schon mal gesehen. Leider ist es immer noch so, dass viele Leute keine Lust haben, ihr Zelt vor der Abreise wieder zusammenzupacken und mitzunehmen. Und das sorgt regelmäßig für riesige Müllberge. Nehmt euer Zelt also bitte wieder mit oder entsorgt es – falls es wirklich unwiederbringlich kaputt ist – ordentlich. Denkt außerdem vor einem Festival erst mal nach, ob ihr wirklich ein eigenes Zelt braucht oder euch eins leihen oder mit Freunden teilen könnt.

wiese mit muell

Veganstart – euer Begleiter auf dem Weg in ein veganes und nachhaltiges Leben

Ihr seid allgemein auf der Suche nach einem Wegweiser für die Umstellung auf eine rein pflanzliche Lebensweise? Dann schaut doch mal bei Veganstart vorbei. Hier findet ihr PETAs App- und E-Mail-Programm, dass euch 30 Tage lang auf eurem Weg in ein veganes Leben begleitet. Nach den 30 Tagen könnt ihr die App mit ihrer großen Rezeptauswahl natürlich weiternutzen und auch Teil der Facebook-Community werden. Hier trefft ihr Gleichgesinnte, die sich auf Austausch, eure Erfahrungen und Tipps freuen. Das Programm ist natürlich kostenlos. Worauf wartet ihr? Startet noch heute!

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
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Go Vegan!

Vegan bei Ikea: Diese Produkte, Snacks & Speisen gibt es

Neben veganen Hotdogs und Softeis gibt‘s bei Ikea immer mehr vegane Optionen. Erfahrt hier mehr zur veganen Auswahl bei Ikea!

10.Jan 2022

Ikea ist die wohl bekannteste Möbelhauskette mit Kultstatus. Der Besuch in einer Ikea-Filiale ist immer ein Highlight – und seit einiger Zeit gibt’s auch für vegan lebende Menschen immer mehr Optionen. Erfahrt hier, worauf ihr bei Ikea achten solltet und welche tierfreundlichen Optionen es im Restaurant, Schwedenshop und Café gibt!

Im Restaurant

Die veganen Gemüsebällchen PLANTBULLAR im Restaurant kann man sich je nach Tagesangebot zu Nudeln, auf einem Salat oder ganz klassisch mit Pommes und Ketchup bestellen. Die zu den Nudeln gehörige Tomatensoße und die Soße zu den PLANTBULLAR enthalten jedoch Sahne – bestellt die daher ab und fragt nach einer veganen Alternative. Wenn die Bällchen mal aus sind, tut es natürlich auch der vegane Klassiker: eine große Pommes. Sahne uncool allerdings: Obwohl Ikea im Shop Hafermilch verkauft, gibt es den Kaffee im Restaurant und Café nur mit Kuhmilch.

Plantbullar© Inter IKEA Systems B.V.

Im Shop und Café

Endlich gibt es im Café hinter den Kassen den veganen Hotdog und das vegane Softeis.

Foto links: © Inter IKEA Systems B.V.

Das Sortiment im schwedischen Mini-Supermarkt nebenan wird außerdem ständig verändert und erweitert, aber einige Klassiker gehen immer: Die veganen Gemüsebällchen oder auch die gleichnamigen Proteinbällchen HUVUDROLL aus der Tiefkühltruhe. Bei den Tiefkühlsachen findet ihr auch die Gemüsewürstchen KOVMOJ, das pflanzliche Hack VÄLDSKLOK und Rösti. Außerdem gibt‘s im Shop die Munsbit-Hafersmoothies und Nussmischungen, Chips, veganen Kaviar, Hafermilch und natürlich die „Butterkekse“ Kex. Noch mehr Produkte findet ihr übersichtlich im Einkaufsguide.

Im Möbelhaus

Ja, es soll auch Leute geben, die nicht nur zum Essen und für tonnenweise Kleinkram zu Ikea gehen, sondern auch, um dort schöne Einrichtungsgegenstände zu finden. Wie immer beim Möbelkauf gilt auch hier: Auf die Etiketten achten, damit der Sofabezug nicht aus Leder oder Wolle besteht, sondern beispielsweise aus Baumwolle, Viskose oder Polyester. Mit Kunstfasern statt mit Tierfedern gefüllte Kissen kaufen. Und wer den Look und die Kuscheligkeit von Lammfellen mag, aber dafür kein Tier auf dem Gewissen haben will, kauft sich einfach die vegane Version TOFTLUNG aus recycelten PET-Flaschen.

Vegan werden mit dem Veganstart-Programm

Wenn ihr tierfreundlich leben und dabei eurer Gesundheit und der Umwelt etwasGutestun möchtet, dann entscheidet euch für eine vegane Ernährungs- und Lebensweise! Ikea zeigt mit seinem veganen Angebot, wie einfach ein tierfreundliches Leben ist. Auch in den Supermärkten und bei Fastfoodketten gibt es immer mehr tierfreundliche Optionen, die zeigen, wie einfach der Umstieg ist.

Unser Veganstart-Programm versorgt euch beim Einstieg 30 Tage lang mit hilfreichen Tipps und leckeren Rezepten – kostenlos und unverbindlich!