Vegane Mode: Briten wollen mehr vegan-zertifizierte Kleidung

Eine Umfrage hat ergeben, dass sich 95 % der Brit:innen mehr vegan-zertifizierte Mode wünschen! Lest hier mehr zu der Studie!

22.Sep 2021

Dass Mitgefühl für Tiere weit über die vegane Ernährung hinausgeht, sehen immer mehr Menschen – und wünschen sich, dass der Markt auch in Sachen veganer Kleidung entsprechend reagiert.

Das bestätigt eine neue Studie von „The Vegan Society“ mit dem Namen „The Rise of Vegan Fashion 2021“: Laut der Studie wollen Brit:innen mehr zertifizierte vegane Mode kaufen – ein klares Zeichen gegen die Tierausbeutung für Leder, Pelz, Wolle, Daunen und Co.!

So viel Prozent wünschen sich vegan-zertifizierte Mode

Dass nicht immer leicht zu erkennen ist, ob Kleidungsstücke wie Schuhe, Jacken und Hosen wirklich vegan sind, liegt auch an irreführenden Etiketten und Beschilderungen. Außerdem enthalten viele Anziehsachen versteckte tierische Produkte wie Klebstoffe aus Knochen oder Knöpfe aus Perlmutt. Das deckt sich aber nicht mit den Wünschen der Verbraucher:innen, wie die Studie jetzt belegt. [1]

  • 95 % wünschen sich mehr vegan-zertifizierte Mode
  • 48 % wünschen sich mehr vegan geprüfte Artikel in allen möglichen Modekategorien
  • 35 % wünschen sich mehr vegane Optionen für Tierleid-Artikel wie Jacken und Stiefel
  • 32 % wünschen sich mehr vegan-freundliche Ledertaschen und Rucksäcke
Wilby Tasche

Große Marktchancen für vegane Mode bei Nicht-Veganer:innen

Befragt wurden 1.000 Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren, die zu rund 20 Prozent angaben, bei ihren Käufen auf nachhaltige Mode zu achten. Knapp 25 Prozent gaben an, sich für Trends und Neuentwicklungen in der Branche zu interessieren. Mehr als 35 Prozent gaben an, auf keine besonderen Merkmale beim Kleidungskauf zu achten und sich Accessoires und Co. zu kaufen, wenn diese ihnen gefallen würden. [1]

Wenn sich 95 Prozent davon tierleidfreie Mode mit verlässlichen vegan-zertifizierten Siegeln wie z. B. PETAs PAV-Logo für vegane Mode wünschen, heißt das, dass es für ethisch produzierte Kleidung einen großen Markt bei Menschen gibt, die nicht vegan oder vegetarisch leben. Liebe Vertreter:innen der Modeindustrie: Ihr wisst, was zu tun ist!

Gleichzeitig zeigt „The Rise of Vegan Fashion 2021“ aber auch die Schattenseite: Nicht mit jeder Tierart haben Konsument:innen, die am Ende mit ihrer Nachfrage das Angebot steuern, gleich viel Mitgefühl.

Ist Kleidung aus Rinderhaut weniger schlimm als aus Krokodilhaut?

Die allermeisten Menschen wissen inzwischen, dass für Pelz Füchse, Marderhunde, Nerze und andere Tiere qualvoll gezüchtet, gehalten und oft noch bei lebendigem Leib gehäutet werden. 61,4 Prozent der Studienteilnehmer:innen gaben an, Pelz sei Tierquälerei und grausam. Was nebenbei immer noch viel zu wenig ist. [1]

Aber: Leder ist nichts anderes als Pelz – oft leiden z. B. Rinder, die ihr Leben lang in der Tierindustrie für Fleisch und Milch-(Produkte) gequält werden, bevor sie im Schlachthaus unter Todesängsten einen Bolzen ins Hirn geschossen bekommen, um ihnen anschließend mit einem Messer die Kehle durchzuschneiden. Trotzdem betrachten nur rund 37 Prozent Leder von Rindern als grausame Tierquälerei. [1] Exotenleder von Reptilien wie Echsen und Krokodilen empfanden dagegen 57,2 Prozent als grausam. [1]

Wie die Umfrageergebnisse aussehen sollten: Egal, ob einem Waran, einer Kuh, einem Hund, einer Katze die Haut abgezogen oder einer Ente oder einem Strauß die Federn ausgerissen werden: Dahinter steckt immer zu 100 Prozent Tierquälerei – und es wird Zeit, dass diese Tatsache endlich allen bewusst wird.

Willkürliche Einteilung ist speziesistisch

Dass Menschen unterschiedlich viel Mitgefühl für Rinder als sogenannte Nutztiere aufbringen als für exotische Tiere wie Krokodile, zeigt, wie wichtig es ist, über Speziesismus aufzuklären. Denn es ist falsch, den Wert von Lebewesen über ihren Nutzen für den Menschen zu definieren.

Spruch Speziesismus toetet

Was tun gegen verstecktes Tierleid in Kleidung?

In vielen Kleidungsstücken versteckt sich großes Tierleid – denn Knöpfe, Patches und Deko, hinter denen sich tierische Materialien wie Leder oder Horn verbergen können, müssen auf den Etiketten nicht ausgezeichnet werden. Viele Käufer:innen wissen deswegen oft nicht genau, ob sie womöglich ungewollt beim Kleiderkauf Tierquälerei unterstützen.

Wir zeigen euch, wie ihr tierische Stoffe entdeckt, die Mode-Hersteller normalerweise gerne verstecken.

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Go Vegan!

Vegan Whey: 5 Gründe, warum Pflanzenprotein besser ist

Ihr wollt eure sportliche Leistung durch Proteine verbessern? Hier erfahrt ihr, warum veganes Whey besser ist als Proteinpulver mit Molke!

22.Sep 2021

Wer regelmäßig Sport macht und beispielsweise schnell Muskeln aufbauen möchte, steht irgendwann vor der Wahl: Proteinpulver nehmen, ja oder nein – und wenn ja, welche? Während manche Fitness-Junkies noch immer zu Proteinpulvern mit Molke (auf Englisch Whey) greifen, gibt es ganz klare (und ziemlich einfache) Gründe, warum ihr lieber auf vegane Proteinquellen zurückgreifen solltet.

1. Die meisten Menschen brauchen kein zusätzliches Eiweiß

Das mal als allererstes: Wer nicht zu den Überpumper:innen gehört, kommt meist sehr gut damit klar, sich ausgewogen zu ernähren und Eiweiß aus Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide, Nüssen oder auch Gemüse wie Brokkoli aufzunehmen. Denn entgegen dem Irrglauben macht zu viel zugesetztes Protein nicht dünn oder muskulös. Im Gegenteil: Zu viel Protein in der Nahrung kann sogar die Nieren beschädigen. [1]

Vegane Proteinquellen

2. Milchprodukte fördern Akne

Newsflash: Whey ist das englische Wort für Molke – und die entsteht aus Milch. Immer wieder zeigen Studien, dass Milchkonsum und Akne zusammenhängen. [2, 3] Wer viel Milch und Milchprodukte konsumiert, hat ein erhöhtes Risiko für Akne. Vor allem im Jugendalter. [2] Wer vor allem in jungen Jahren die konzentrierte Version von Milch, zum Beispiel in Form von molkehaltigen Proteinpulvern schluckt, setzt sich einem noch höheren Risiko für Akne aus.

3. Die meisten Whey-Pulver enthalten fiese Zusatzstoffe

In Whey-Pulvern sind oft nicht nur fragwürdige Süßstoffe enthalten, sondern auch Zusätze, die ein Verklumpen verhindern oder den Geschmack verbessern sollen. Ganz abgesehen davon, dass viele Menschen auf Molke schon aufgrund der enthaltenen Laktose mit Symptomen wie Bauchschmerzen reagieren, werden beigesetzte Süßungsmittel wie beispielsweise Aspartam mit Kopfschmerzen, Körperfettzunahme und sogar Krebs in Verbindung gebracht. [4]

4. Für Molke werden Kälber getötet

Aus unserer Sicht natürlich der wichtigste Grund: Kuhmilch ist für Babykühe da. Wenn man die Milch ihrer Mütter für den Menschen abpumpt, bleibt für die Kinder nur billige Ersatznahrung und der schnelle Weg ins Schlachthaus, um als Kalbfleisch zu enden. Das unterstützt jeder, der Vollmilch, Milchbestandteile wie eben Molke oder verarbeitete Produkte wie Käse, Joghurt oder Butter kauft.

Kaelber im Iglu

5.   Es gibt reichlich Alternativen

Wie bei so vielen Produkten gilt auch beim Molkepulver: Es gibt pflanzliche Alternativen, die nicht nur tierfreundlicher sind, sondern oft auch viel gesünder. Vegane Proteinpulver enthalten beispielsweise Eiweiß aus Hanf, Kürbis, Erbsen oder Sonnenblumenkernen, sind oft bio und meist natürlich gesüßt. Das Beste: Dahinter stecken jede Menge Studien, die zeigen, dass Muskelaufbau auch pflanzlich geht. [5]

Ihr wollt mehr über vegane Fitness erfahren?

Dann solltet ihr unbedingt darüber lesen, wie Sport ohne Tierquälerei geht und worauf ihr bei einer veganen Sporternährung achten solltet.