Die neue Vego-Schokolade Nuts & Berries ist da

Schon wieder was Neues von Vego: Nach Haselnuss-Riegel, Pralinen, Schoko-Aufstrich und weißer Schokolade kommt jetzt dunkle Schokolade mit Nüssen und Beeren.

04.Sep 2019

So langsam könnte Vego eigentlich mal eine Erlebniswelt im Stile anderer Schokoladenhersteller aufmachen: Haselnuss-Riegel in allen Größen zum Selbergießen, ein Pool aus Schoko-Haselnuss-Aufstrich mit Vegolino-Bad für die Kleinsten, eine Foto-Ecke, bei der man sich mit Armen voller Vego White Almond Bliss ablichten lassen kann… Was wir damit sagen wollen: Die kleine Berliner Schokoladenfirma hat inzwischen ganz schön viele gute Sachen im Sortiment. Und vegane sowie nicht vegan lebende Menschen bekommen davon nicht genug.

Jetzt legt Vego schon wieder mit einer neuen Sorte nach. Die Nuts & Berries ist eine Zartbitterschokolade mit Mandelstücken, Haselnussstücken, Himbeerstücken, Cranberrystücken und sogenannten Blaubeerdrops. Haselnusspaste in der Schokoladenmasse soll für die gewohnte Cremigkeit sorgen, und wie auch bei den anderen Sorten kommt diese in ihrem ganz eigenen Format daher: als 85-Gramm-Tafel. Die Schokolade ist vegan, glutenfrei, palmölfrei, fair und bio und in Bioläden oder Veganshops zu bekommen.

Ihr macht lieber alles selbst? Dann probiert mal unser Rezept für vegane Schokocrossies.

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Warum gibt es plötzlich so viele realistische vegane Burger?

Vom Beyond Burger bis zum Aldi-Burger: fleischige vegane Burgerpattys sind überall. Woher kommt der plötzliche Erfolg?

04.Sep 2019

Die Forschung

Hinter Produkten wie dem Beyond Burger steckt echte Forschung – Beyond Meat ist ein klassisches Silicon-Valley-Startup, das lange an der perfekten Mischung aus Erbsenprotein und anderen Bestandteilen herumgetüftelt hat, um ein möglichst „realistisch“ fleischiges Ergebnis zu produzieren. Auch Firmen, die mit blutähnlichem Hämeprotein aus Hefe oder anderen isolierten pflanzlichen Eiweißen arbeiten, können das nur dank moderner Technologie.

Die Finanzierung

Forschung braucht Geldgeber, und für die kamen die ersten veganen Burger-Start-ups genau zum richtigen Zeitpunkt. Nicht nur umwelt- und ernährungsbewusste Hollywood-Promis wollten investieren, sondern auch die großen Silicon-Valley-Namen und sogar Lebensmittelfirmen, die bis dahin vor allem mit Fleisch zu tun hatten. Sie alle erhofften sich, früh genug beim nächsten Hype mit dabeizusein – und es klappte.

© Beyond Meat

Der Hype

Ein Produkt kann noch so gut sein – es braucht auch eine spannende Geschichte, um zum Hype zu werden. Die hatten die ersten realistischen Burger nicht nur dank der prominenten Namen dahinter, sondern auch, weil sie selbst für Schlagzeilen sorgen konnten: Veganes Fleisch, das brutzelt, blutet und schmeckt wie echtes Tier? Auf so etwas hatten die Medien gewartet. Und nachdem die ersten Pressevertreter begeistert von Probe-Verkostungen berichteten, war klar: An dem Hype ist was dran.

Die Qualität

Am wichtigsten ist natürlich trotz allem, dass die Qualität stimmt. Darüber, wie „echt“ die fleischigen veganen Burger schmecken, kann man wohl endlos streiten, auch wenn viele Menschen auf sie schwören. Viel relevanter aber: Die neuen Pattys waren nicht angetreten, um Veganer von ihren Tofubratlingen loszubekommen, sondern um mit Fleisch aus Tieren zu konkurrieren – und dessen Qualität ist tatsächlich oft ganz schön schlecht. Man muss sich nur mal den typischen Fast-Food-Burger anschauen, um zu merken: Da hat so ein gutgemachter veganer Burger leichtes Spiel.

Die Nachfrage

Und so kommt es auch, dass die ersten realistischen veganen Burger auf riesige Nachfrage trafen – sei es wegen des Hypes, wegen der Qualität oder weil die Menschen sich und der Umwelt einfach mal was Gutes tun wollten. Denn auch wenn es zunächst vor allem Veganer waren, die sich im USA-Urlaub auf die Suche nach den neuen Burgern machten, landen die Pattys inzwischen auch im Einkaufskorb von Leuten, die eigentlich Fleisch essen, aber zumindest ab und zu schon mal auf ihr Cholesterin oder die Treibhausgase achten wollen. Das ökologische und persönliche Bewusstsein steigt bei vielen Menschen. Deshalb bieten auch viele Fast-Food-Ketten jetzt Burger mit den neuen Pattys an. Und inzwischen haben auch viele andere Firmen nachgezogen und verkaufen eigene Versionen der veganen Burger – darunter auch viele Discounter, die damit teilweise eigene Hypes ausgelöst haben.

Der Preis

Nachfrage und Preis hängen auch hier zusammen: Wenn viele Menschen ein Produkt kaufen wollen, können Firmen es in größerer Menge und damit günstiger herstellen, und so einen veganen Burger für 1,50 Euro kauft man eher mal als einen für zehn Euro. Nachdem die neuen Start-up-Pattys zu Beginn noch eher teuer waren, können sie inzwischen auch preislich den Versionen aus Fleisch Konkurrenz machen.

Die Vorarbeit

Was man bei allem Hype nicht vergessen sollte: Vegane Pattys kamen nicht völlig aus dem Nichts, schließlich ist die vegane Ernährung kein neues Phänomen, sondern hat lange Tradition. Auch wenn Bratlinge aus Bohnen, Seitan oder Linsen nicht so „echt“ schmecken wie die neuen Pattys, lassen sich damit schon lange sehr gute Burger belegen. Die Frage ist immer, was man von einem Burger erwartet, und fettig, saftig und lecker waren auch vegane Burger schon lange vor Beyond Meat – nur war das eben nicht das, was die Fleischfraktion wollte.

Die Gewohnheit

Letztlich ist jede große Veränderung nämlich immer auch eine Frage der Gewohnheit. Noch glauben viele Menschen, dass Fleisch „natürlich, normal und notwendig“ sei, aber gerade für jüngere Generationen gilt das nicht mehr so selbstverständlich. Immer mehr Menschen wachsen schon mit Eltern oder in einem Umfeld auf, in dem sie lernen, Fleischkonsum kritisch zu hinterfragen, und in dem vegane Burger gleichzeitig allgegenwärtig sind. Sehr gut möglich also, dass wir uns irgendwann gar nicht mehr daran erinnern können, warum wir Menschen überhaupt mal Tiere gegessen haben.

Die neuen Pattys sind natürlich nicht die einzige Alternative zu Fleisch. Probiert mal unseren Jackfruit-BBQ-Burger.