Warum Veganer von der Frage „Kannst du das essen?“ so genervt sind

Was wir können: das selber entscheiden.

13.Dez 2017

Es mag wie Wortklauberei klingen, wenn Veganer auf die Frage „Kannst du das essen?“ immer wieder wie auswendig gelernt antworten: „Ich kann schon, aber ich will nicht.“ Muss man sich wirklich an Formulierungen aufhalten, wenn es einfach nur darum geht, ob die Nudeln oder das Eis jetzt vegankompatibel sind oder nicht, und wenn eh jeder weiß, was gemeint ist? Warum machen Veganer alles immer gleich so kompliziert?

Das Ding ist, dass die Frage genau den Kern des Veganseins trifft. Die allermeisten Menschen entscheiden sich schließlich bewusst für ein veganes Leben – sei es aus ethischen, gesundheitlichen oder sonstigen Gründen – und werden nicht dazu gezwungen. Fragen wie „Was kannst du denn überhaupt noch essen?“ oder „Darfst du das essen?“ lassen eine vegane Ernährung wie eine schlimme Allergie oder die Mitgliedschaft in einer Sekte klingen, holen also genau die nervigen Vorurteile wieder raus, die eigentlich längst überholt sind.

Deshalb wäre „Willst du das essen?“ die bessere Frage. Vielleicht wird die nur nicht so oft gestellt, weil im Kopf des Fragestellers dann direkt nachhallen müsste: „Will ich das essen?“ Also: Will ich Tierquälerei unterstützen, obwohl ich mich anders entscheiden könnte? Nicht vegan zu leben hat schließlich oft mit Verdrängung zu tun, und da passt es gar nicht, sich plötzlich selbst hinterfragen zu müssen. Irgendwie ist es dann doch leichter, so zu tun, als wären Veganer fremdbestimmte Verlierer, indem man nach Dürfen oder Können fragt.

Am allerunkompliziertesten ist es übrigens, „Isst du das?“ zu fragen. Oder noch einfacher: „Ist das vegan?“

Dürfen Veganer unseren Einkaufsguide essen? Bitte nicht, den brauchen wir noch. Aber die Produkte darin gehen problemlos.

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht
Mehr Erfahren

Go Vegan!

Was geht mit den ganzen veganen Produkten bei „Die Höhle der Löwen“?

Die Gründershow bei VOX zeigt immer wieder, dass vegan sich lohnt. Hier sind die 10 besten Produkte aus der Sendung.

© MG RTLD Bernd-Michael Maurer
13.Dez 2017

3Bears Porridge

Klar kann man sich Overnight Oats oder Porridge auch selbst würzen und mit Obst dekorieren, aber fürs schnelle Frühstück sind die Fertigmischungen von 3Bears viel einfacher. Das überzeugt auch die Investoren, die direkt ein Angebot machen.

Happybrush

Über nachhaltige und vegane Zahnbürsten haben die Löwen wohl auch noch nie nachgedacht – bis Happybrush kommt und sie alle überzeugt. Keine große Überraschung, denn die elektrische Zahnbürste ist nicht nur tier- und umweltfreundlich, sondern sieht auch noch gut aus.

Einhorn

Den Push aus der Sendung brauchten die Einhorn-Boys eigentlich gar nicht, schließlich sind sie ziemlich gute Selbstvermarkter. Ihre Kondome sind nicht nur vegan und tierversuchsfrei, sondern auch die einzigen, die in Chipstüten mit lustigen bis absurden Aufdrucken verkauft werden.

© Einhorn

Happy Cheeze

Der Deal, den Carsten Maschmeyer und Frank Thelen die Machern von Happy Cheeze in der Sendung angeboten haben, kam letztlich doch nicht zustande – zu viel Handarbeit, zu wenig Gewinn für die Investoren. Trotzdem hat sich der Auftritt gelohnt: Der vegane Käse aus Cashews ist ein Stück bekannter geworden und dank der Beratung der Löwen vielleicht bald in noch mehr Läden zu bekommen.

Ponyhütchen

Judith Williams hat sich am Ende nicht ganz von Hendrike überzeugen lassen, aber die vegane und tierversuchsfreie Deocreme hat sie schon ziemlich neugierig gemacht. Schließlich wissen wir seit der Sendung, dass die nur aus Zutaten besteht, die man essen kann. Und dass sie himmlisch duftet und richtig gut wirkt war eh schon vorher klar.

Tattoomed

Die beste vegane und tierversuchsfreie Tattoopflege, wenn man es schlicht und nicht zu fettig mag. Die Löwen waren vom Geschäftsmodell nicht ganz überzeugt, fanden das Produkt aber super.

Lizza

Vegane Pizza kann man aus allem machen, aber eben beispielsweise auch aus Leinsamen und Chia. Die glutenfreie Lizza hat mit der Kalorienparty aus dem Pizzataxi nicht viel zu tun, überzeugt in der Sendung aber gerade damit, wie anders sie ist: Nach einigen Verhandlungen sind Carsten Maschmeyer und Frank Thelen dabei.

Frooggies

Pulver aus Früchten, aus dem man sich beispielsweise vegane Shakes herstellen kann: Das überzeugt Jochen Schweizer, der direkt investiert.

Helga

Ungewöhnliche Getränke gibt es bei „Die Höhle der Löwen“ immer wieder, und auch Helga klingt erst mal komisch. In der grünen Flasche stecken vor allem Algen, die als Bestandteil einer veganen Ernährung zumindest keine schlechte Idee sind. Den Investoren ist das zu seltsam, aber in hippen Cafés sieht man das Getränk seitdem umso öfter.

https://www.instagram.com/p/BZ9EUMngV4S/

Kajnok

Die Nudeln von Kajnok bestehen aus der Konjakpflanze und haben deshalb gegenüber der Hartweizen-Version viel weniger Kalorien. In der Sendung schlagen Georg Kofler und Judith Williams zu, seitdem gibt es die Nudeln in allen möglichen Supermärkten.

https://www.instagram.com/p/BUcG6y7FMbT/

Noch viel viel viel viel viel mehr vegane Produkte kennt unser Einkaufsguide.