Veganer Sex

Guter Sex geht nur einvernehmlich. Und solange die Tiere keine Lust haben, für Kondome, Gleitgel oder Spielzeug zu sterben, lassen wir sie da lieber raus.

Hier ist alles, was ihr über veganen Sex wissen müsst. (Die Witze übers Vögeln kommen dann ein anderes Mal.)

Safer Sex

Die meisten Kondome bestehen aus Latex, das grundsätzlich vegan ist. Allerdings wird bei der Herstellung der Milchbestandteil Kasein als Bindemittel eingesetzt, was sämtliche konventionell erhältlichen Kondome unvegan macht. Eine Alternative sind als vegan gekennzeichnete Kondome, die beispielsweise Distelextrakt statt Casein nutzen. Dasselbe gilt auch für alle anderen Safer-Sex-Produkte aus Latex wie Handschuhe oder Dental Dams, die in der Regel auch nicht vegan sind, solange nichts anderes draufsteht.

Um sicherzugehen, dass Kondome nicht nur vegan, sondern auch tierversuchsfrei sind, checkt am besten immer unsere Liste tierversuchsfreier Kosmetik und Drogerieartikel. Das gilt auch für Gleitgele.

Gleitgel

Abgesehen davon, dass viele konventionelle Gleitgele fiese Zusatzstoffe enthalten, sollten Veganer vor allem darauf achten, ob tierisches Glyzerin drinsteckt, das aus tierischen Fetten gewonnen wird. Auch hier gilt wieder: im Zweifel auf eine Kennzeichnung wie die Veganblume achten und unsere Liste checken, um auf der sicheren Seite zu sein.

Spielzeug

Und jetzt die gute Nachricht: Die allermeisten Dildos, Vibratoren, Plugs, Kugeln und sonstigen Toys sind vegan. Dazu gehören Spielzeuge aus Silikon, aber auch solche aus Holz, Keramik oder Glas. (Bei Lederprodukten wie Strap-Ons oder Peitschen wird es wieder schwieriger, aber auch da gibt es gute vegane Alternativen aus Gummi.) Veganer können also locker zugreifen, sollten aber natürlich für die eigene Sicherheit darauf achten, nur geprüfte und sichere Toys zu verwenden.

Bezugsquellen

Die beste Beratung und eine tolle Auswahl inklusive Bücher, Filme und Massageöle bekommt ihr im komplett veganen Sexladen Other Nature in Berlin. Wer weiter weg wohnt, kann auch online bestellen. Vegane Kondome gibt es inzwischen außerdem in vielen veganen Läden und Onlineshops.

Go Vegan!

Kosmetik

Weil Schmerzen nicht schön sind.

6 Gründe, warum Kokosöl in jedes Badezimmer gehört

Das am leckersten duftende Öl von allen kann nicht nur in der Pfanne, sondern auch kosmetisch so einiges. Hier sind unsere 6 liebsten Beauty-Anwendungen.

Makeup-Entferner

Einfacher geht es nicht: Nach einer langen Partynacht einfach einen halben Teelöffel Kokosöl zwischen den Fingern verteilen, bis es schmilzt, und damit vorsichtig(!) über Gesicht und Augen reiben. Löst selbst wasserfeste Wimperntusche super. Anschließend ganz normal waschen und eincremen und ab ins Bett.

Haarmaske

Etwa einen Esslöffel Kokosöl in der Mikrowelle oder auf dem Herd schmelzen (an Tagen über 25 Grad erledigt sich dieser Schritt von selbst), mit derselben Menge Olivenöl mischen und im trockenen Haar verteilen. Dabei vor allem auf die Spitzen konzentrieren. Mindestens zehn Minuten, am besten aber über Nacht einwirken lassen (zum Kissenschutz empfiehlt sich eine Duschhaube oder ein Handtuchturban). Auswaschen und über megaweiche Haare freuen.

Deo

Klingt richtig hippiemäßig, lohnt sich aber für alle, die keine großen Fans von Aluminiumsalzen, Tierversuchen oder unveganen Inhaltsstoffen sind (oder gerade kein anderes Deo da haben). Fünf Esslöffel Kokosöl schmelzen, mit je einem Teelöffel Backpulver, einem Teelöffel Maisstärke und nach Lust und Laune ätherischen Ölen wie Grapefruit oder Lavendel vermischen. In einen kleinen Behälter füllen und im Kühlschrank wieder festwerden lassen. Morgens nach der Dusche ungefähr eine erbsengroße Portion unter jeder Achsel verreiben. Schützt nicht komplett vorm Schwitzen, killt den Schweißgeruch aber sehr zuverlässig. Hier kommt ihr zum Rezept mit Bildern.

Rasieröl

Das ist wieder einfach: Öl auf der Haut verteilen und der Rasierer gleitet gleich viel einfacher drüber. Danach sollte man die Klingen allerdings besonders gut reinigen, dafür ist die Haut aber auch direkt eingecremt.

Peeling

Ein Esslöffel Kokosöl mit je 5 Esslöffeln Salz und Zucker sowie einem Esslöffel Zitronensaft verrührt ergibt ein tolles Peeling für Hände, Füße und den restlichen Körper. (Für die meisten Gesichter ist die Mischung allerdings zu grob, hier also bitte nicht verwenden.) Wenn eure Lippen Pflege brauchen, ist unser Rezept für Lippenpeeling das Richtige für euch.

Bodybutter

Das Luxuriöseste zum Schluss: Whipped Bodybutter mit der zartesten Konsistenz überhaupt. Ein halbes Glas Kokosöl zusammen mit ätherischen Ölen nach Wahl (Vanille und Mandarine ergeben zum Beispiel eine super Kombi) mit einem Handrührgerät mit Rührbesen fünf bis zehn Minuten lang aufschlagen, bis es fluffig wird. Eincremen und genießen.