Leidet ihr an der „Veganerkrankheit“ Vystopie?

Eine Psychologin erzählt, warum so viele Veganer zu ihr kommen – und was sie gegen deren Vystopie empfiehlt.

Der Name verrät es eigentlich schon: Vystopie ist, wenn sich vegane Menschen fühlen, als würden sie in einer Dystopie leben – in einer Welt also, in der ihre schlimmsten Vorstellungen wahr sind. Diesen Begriff hat die australische Psychologin Clare Mann erfunden. Denn in ihre Praxis kommen oft Menschen mit Panikattacken oder Angststörungen, die eins gemeinsam haben: Sie leben vegan. Im Interview mit Psychologie Heute erzählt Mann, die selbst Veganerin ist, wie sie diesen Menschen hilft, ihren Problemen auf den Grund zu gehen: „Der Veganer erlebt, dass das, was ihn in Schrecken versetzt, jeden Tag präsent ist und von großen Teilen der Gesellschaft sogar glorifiziert wird: die Nutzung – und Misshandlung – von Tieren.“ Kein Wunder, sagt Mann, dass man da ängstlich oder depressiv wird.

Deshalb sieht sie Vystopie auch nicht als Krankheit, sondern als eine ziemlich normale Reaktion auf eine unnormale Welt. Und sie empfiehlt ein ganz konkretes Mittel dagegen: Aktivismus. „Es geht erstmal darum, die Passivität und Opferrolle zu verlassen. Ich habe jedenfalls noch nie einen Vystopiepatienten behandelt, dem es nicht geholfen hätte, sich konstruktiv in die Debatte um den Veganismus einzubringen.“ Allerdings sei es auch wichtig, Toleranz gegenüber anderen Menschen zu zeigen: „Unterstellt bitte Fleischessern nicht, dass sie böse Absichten haben oder dass sie Psychopathen sind.“ Wir sagen es ja auch immer: Einfach mal zusammen im Tierheim aushelfen oder einen veganen Kuchen backen, davon haben alle was.

Oder auch ohne Backen: Unser No-Bake-Erdnussbutter-Schoko-Kuchen.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

So protestieren Streetteams gegen den Mord an Fischen

Am Welttag zur Abschaffung der Fischerei gehen regelmäßig Streetteams in ganz Deutschland auf die Straße. Dabei werden sie laut und deutlich.

„Fischen ist Mord“ oder „Ich bin kein Fischstäbchen“ - mit solchen direkten Botschaften haben sich Streetteams in ganz Deutschland am Welttag zur Abschaffung der Fischerei am 30. März 2019 wieder auf die Straßen gestellt. Einige Streetteamer hatten sich dafür selbst als Fische verkleidet und ins Netz gelegt, um deutlich zu machen: Hier geht es um Lebewesen.

Denn die Fischerei ist grausam. Jedes Jahr tötet sie weltweit 970 bis 2.700 Milliarden Fische. Sobald man einen von ihnen aus dem Wasser zieht, zeigt er deutliche Zeichen von Schmerz und Stress. Er zappelt, windet sich und schnappt nach Luft. Aufgrund des enormen Druckunterschieds zwischen Wasser und Land reißt seine Schwimmblase, der Magen quillt ihm aus dem Mund und die Augen aus den Höhlen, während er langsam und qualvoll über Minuten oder Stunden erstickt.

Oft werden Fische auch noch lebend und bei vollem Bewusstsein aufgeschnitten und ausgenommen. Mal ganz abgesehen von den Tausenden Meeresschildkröten, Delfinen und Vögeln, die in den Fischereinetzen ums Leben kommen. Wer das nicht unterstützen will, isst keinen Fisch und macht auch anderen Menschen klar, was auf dem Spiel steht.

Fischige Snacks gehen auch ohne Tiere, so wie unser veganes Fischbrötchen.