Ist es okay, wenn veganes Essen zusammen mit Fleisch zubereitet wird?

Vegane Burger, die auf dem Grill Fleischwürste berühren, Rührtofu aus der Pfanne, in der gerade noch Rührei war: Kann man das überhaupt vegan nennen?

Die gute Nachricht ist, dass es immer mehr veganes Essen gibt. Fast jede große Fast-Food-Kette hat inzwischen einen veganen Burger, veganen Pizzakäse oder ein veganes Baguette im Angebot. Das ist super, weil es solche Ketten so gut wie überall gibt und sie auch Menschen ansprechen, die von alleine nicht unbedingt in ein rein veganes Restaurant gehen würden. Aber wer vegan nicht nur mal ausprobieren möchte, sondern sich konsequent vegan ernährt, fragt sich vielleicht, wie vegan es ist, wenn dort das pflanzliche Essen zusammen mit toten Tieren zubereitet wird.

Der persönliche Ekel ist die eine Frage. Wer nicht möchte, dass die veganen Fischstäbchen im selben Öl frittiert werden wie die echten Fische, kann durchaus beim Restaurant nachfragen. Viele Ketten achten auch von selbst auf eine getrennte Zubereitung und frittieren zum Beispiel den veganen Burger mit den Pommes zusammen, statt ihn zum Fleisch auf den Grill zu legen. Solche Ordnung in der Küche hilft schließlich nicht nur Menschen, die es eklig finden, Tierprodukte zu essen, sondern auch solchen mit Allergien oder Unverträglichkeiten.

Aus ethischer Sicht macht es ein Essen aber nicht unvegan, wenn es zusammen mit Fleisch zubereitet wird. Es geht schließlich nicht um irgendeine persönliche „Reinheit“, sondern darum, ob für ein Essen Tiere gelitten haben. Insofern spielt es keine große Rolle, ob der vegane Burger auf dem Grill das Fleischwürstchen berührt oder ob man seinen Rührtofu in der Pfanne brät, in der die Mitbewohnerin sonst ihr Rührei macht. Das vegane Essen ist immer noch vegan. Und im Zweifel hilft es vielleicht eher, das Tofuwürstchen beim Dorfgrill zu kaufen, der nebenbei auch Tierprodukte grillt, als sich angewidert abzuwenden.

Oder halt alles selbst machen. Den veganen Big Mac zum Beispiel.

Ernährung

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Ist Aperol vegan?

Kein Sommer ohne Aperol Spritz – aber bitte ohne tierische Inhaltsstoffe.

Kaum noch ein Urlaubsfoto – sei es vom Balkon oder von einem mediterranen Strand – kommt gefühlt noch ohne ein bis zwei Gläser Aperol Spritz aus. Wer im Sommer Alkohol trinken möchte, trinkt den orangefarbenen Likör aus dem Hause Campari (und wer lieber keinen trinkt, mixt sich einfach einen Vrappuccino oder Leitungswasser mit Geschmack). Aber wie sieht es mit den Inhaltsstoffen aus? Verstecken sich da irgendwelche fiesen Tierprodukte? Schließlich kann das bei rötlichen Getränken mit Fruchtsaftanteilen durchaus mal sein.

Auf Anfrage beruhigt die Firma: Aperol wird nicht mit Gelatine geklärt, und die rote Farbe ist kein echtes Karmin aus Läusen, sondern eine synthetische Alternative. Aus veganer Sicht also alles super. Wer sich einen Aperol Spritz mischen möchte, sollte nur darauf achten, dass auch der Prosecco oder Wein nicht mit Gelatine geklärt wurden (auf vielen Etiketten steht inzwischen drauf, ob ein Produkt vegan ist, ansonsten hilft unser Einkaufsguide oder eine Produktanfrage) – und dass auch veganer Alkohol kein Argument für Komplettbesäufnisse ist.

Auch ein sehr gutes Sommergetränk: Veganer Ayran selbstgemacht.