Warum ausgerechnet Vegetarier so oft gegen Veganer haten

Die fiesesten Anfeindungen gegen das vegane Leben kommt oft nicht von Fleischessern, sondern von Vegetariern. Was ist da los?

Menschen, die sich entschieden haben, keine Tiere zu essen, haben grundsätzlich schon mal etwas gemeinsam – sollte man denken. Aber auch wenn Vegetarier und Veganer oft dieselben Gründe für ihre Lebensweise haben, die gleichen Produkte essen und sich gegenüber dem Rest der Gesellschaft oft ähnlich rechtfertigen müssen, tut sich immer wieder ein Graben auf. Ausgerechnet von Vegetariern hört man dann Sprüche wie „Boah, ohne Käse könnte ich nie leben“, „Vegan ist echt mal übertrieben“ oder irgendeine genervte Version von „Jetzt müssen wir uns schon wieder alle nach dir richten.“ Woher kommt das?

Vegetarier kennen solche Sprüche meist selbst zur Genüge. Die meisten von ihnen mussten sich aus ihrem Umfeld auch schon anhören, dass ihre Lebensweise blöd, kompliziert, arrogant oder nervig sei. Indem sie solche Vorurteile auf andere abschieben, positionieren sie sich selbst wieder als „normal“ und können gemeinsam mit Fleischessern abfällig auf Veganer herabsehen.

Außerdem bringt eine solche Distanzierung Vegetarier natürlich in die bequeme Position, ihre eigene Lebensweise nicht weiter hinterfragen zu müssen. Vielleicht wissen sie sogar, dass auch für Milch, Eier und Lederschuhe Tiere getötet werden, aber solange sie Veganer als zu extrem abstempeln, können sie sich darauf ausruhen, schon genug zu tun.

Dabei wäre es so wichtig, nicht gegeneinander zu arbeiten, sondern miteinander. Das gilt natürlich auch für diejenigen Veganer, die Vegetarier oder andere Veganer für jeden „Fehler“ fertigmachen. Statt sich gegenseitig zu kritisieren, bringt es viel mehr, sich gegenseitig zu unterstützen. Statt Vegetarier wegen jeder Scheibe Käse zu kritisieren, die sie sich aufs Brötchen packen, können Veganer sie auf einen veganen Cheeseburger einladen. Und statt den direkt schief anzusehen, können die Vegetarier ihn einfach mal probieren. Es soll welche geben, die gar nicht mal so schlecht schmecken.

Next Level: 5 Tipps, wie Fleischesser trotzdem eure Freunde bleiben.

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Bereit, das mit dem veganen Leben mal auszuprobieren? Es ist gar nicht schwierig, versprochen. Unser Vegan Kickstart versorgt euch 30 Tage lang per Mail mit Tipps und Infos, und euer persönlicher Vegancoach steht euch bei Fragen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. So schafft wirklich jeder 30 Tage ohne Tiere im Essen. Und danach? Entscheidet ihr selbst.

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Go Vegan!

5 Tipps, wie Fleischesser trotzdem eure Freunde bleiben

Den Schritt zum veganen Leben habt ihr locker gemeistert, doch jetzt gehen eure Freunde auf Abstand? Das könnt ihr tun.

1. Bleibt cool

Fleisch essen gilt noch immer als „normal“, weswegen eine emotionale Reaktion auf das Thema euch häufig als Aggressivität ausgelegt wird. Dabei wollt ihr doch nur, dass alle sich lieb haben.

2. Habt Geduld

Für eure Freunde ist das Thema sicher mit Vorurteilen behaftet. Es braucht Zeit, die alle aus dem Weg zu räumen.

3. Seid informiert

Ihr könnt euch sicher sein: Kein einziges Argument, das eure Freunde euch entgegen schmeißen, ist neu. Hier gibt es ein paar Tipps, was ihr kontern könnt.

4. Vermeidet Streit

Damit, dass ihr euren Freunden täglich vorlebt, dass ein veganes Leben super easy ist, tut ihr schon echt viel. Und wenn eure Freunde Fragen stellen, beantwortet sie, aber verurteilt sie nicht. Keiner wird gern angeklagt, und im Streit lässt sich kaum jemand überzeugen.

5. Überzeugt durch leckeren Kram

Backt einen Kuchen oder bringt ein paar selbstgemachte Snacks mit zu eurem nächsten Treffen. Erzählt ihnen erst nachdem sie sich zufrieden den Bauch streicheln, dass das alles vegan war. Von wegen „Vegan schmeckt nicht“.