Brauchen wir einen Veggie-Tag in den Schulen?

Der Bürgermeister von New York führt fleischfreie Montage an allen Schulen ein. Sollten wir das Konzept übernehmen?

„Ein bisschen weniger Fleisch wird die Gesundheit der New Yorker verbessern und die Treibhausgase verringern“, erklärt Bill de Blasio. Der Bürgermeister von New York hat gerade angekündigt, ab September 2019 „meatless Mondays“, also fleischfreie Montage an allen Schulen einzuführen. Dann steht einmal die Woche ausschließlich Veggie-Essen auf dem Speiseplan. Auch in Kalifornien gibt es schon ähnliche Projekte, bei denen Schulen fleischfreie Tage einführen oder verarbeitetes Fleisch gleich ganz vom Speiseplan streichen.

© NYCMayor / Twitter

Ist das eine Idee, die wir hierzulande übernehmen sollten? Ganztagsschulen setzen sich in Deutschland immer mehr durch, und damit gibt es auch immer mehr Mensen an Schulen – in denen oft eher fleischlastiges und ungesundes Essen serviert wird. Obwohl selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung fordert, dass Kinder höchstens zweimal pro Woche Fleisch oder Wurst essen, ist es laut Studien immer noch an der Tagesordnung, Menüs ohne Gemüsebeilage auszugeben. Gesünder und klimafreundlicher wäre ein ausgewogenes veganes Essen allemal.

Sollte man so einen Veggie-Tag also vorschreiben? Wer auf Freiwilligkeit beharrt, vergisst dabei schließlich leicht, dass die Tiere sich auch nicht freiwillig essen lassen. Oder geht es eher darum, auch junge Leute über Tierquälerei und vegane Ernährung aufzuklären, sodass sie sich selbst dafür entscheiden? Das schließt sich ja nicht aus. Und manchmal hilft es tatsächlich, Menschen mit der Nase drauf zu stoßen, dass veganes Essen ziemlich normal und lecker sein kann, wenn sie von zu Hause nur Fleisch gewohnt sind. Es wäre also zumindest mal einen Gedanken wert.

Für alle Selbstversorger: Die besten veganen Snacks für die große Pause.

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Der erste Schritt
Bereit, das mit dem veganen Leben mal auszuprobieren? Es ist gar nicht schwierig, versprochen. Unser Vegan Kickstart versorgt euch 30 Tage lang per Mail mit Tipps und Infos, und euer persönlicher Vegancoach steht euch bei Fragen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. So schafft wirklich jeder 30 Tage ohne Tiere im Essen. Und danach? Entscheidet ihr selbst.

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Immer Pommes und Salat zu futtern ist zwar lecker, aber auf Dauer langweilig. Mit unseren Tipps klappt das mit dem vegan Essen auch an eurer Uni oder Schule.

Verantwortliche ansprechen

Eigentlich ist das gar nicht so schwer, denn die meisten Verantwortlichen sind kooperativ und haben immer ein offenes Ohr für Vorschläge und Anregungen. Manchmal reicht es schon, einfach den Direktor oder die Mensa-Leitung anzusprechen. Erklärt ihnen ganz sachlich und freundlich, warum es veganes Essen in eurer Mensa geben sollte. Wenn das alleine nicht funktioniert, lasst euch nicht entmutigen.

Petitionen auslegen

Ladet euch unsere Unterschriftenliste runter und bittet eure Freunde, Mitschüler oder Kommilitoninnen, eure Kampagne für veganes Essen zu unterstützen.

Das Projekt erklären

Geht mit den Petitionen und unserem Beispielbrief zu eurem Direktor und erklärt ihm, dass euer Projekt von vielen unterstützt wird und dass es viele Bezugsquellen für vegane Produkte gibt. Bietet an, bei der Einführung von veganem Essen in allen Bereichen zu helfen. Hilfreich sind auch unsere Großküchenrezepte, die ihr euch hier herunterladen könnt. Und nicht vergessen: immer nett bleiben!

Eltern dazuholen

Wenn ihr noch in der Schule seid, bittet eure Eltern, mit den Verantwortlichen zu sprechen. Schließlich sollte allen Schülern ein gesundes Mittagessen zustehen.

Anbieter und Rezepte parat haben

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, woher das Essen in eurer Schule oder Uni kommt. Wenn eure Schule/Uni ihr Essen bei einem Großhändler ordert, seht euch unsere Liste von veganen Caterern und Bezugsquellen an. Wenn bei euch selbst gekocht wird, müsst ihr euch nur mit den Verantwortlichen unterhalten und sie bitten, ein veganes Gericht auf die Auswahlliste zu setzen. Checkt dazu unser Dokument mit veganen Großküchenrezepten.