Warum Botox nie in Ordnung ist

Für den eigenen Körper kann jeder eigene Entscheidungen treffen. Wenn die mit Botox zu tun haben, hängen aber automatisch die Tiere mit drin.

Botox wird nicht nur gegen Falten gespritzt, sondern auch gegen Migräne, um Schweißdrüsen stillzulegen oder zur Betäubung vor kleineren Operationen. Dass jede einzelne Charge mit dem Tod von Mäusen zusammenhängt, geht deshalb auch nicht nur die alternde Society an, sondern ziemlich viele Leute, die selbst was machen lassen, jemanden kennen, der was machen lassen will, oder die einfach grundsätzlich was gegen den Mäusemord machen wollen.

Eigentlich sind in Deutschland Tierversuche für kosmetische Anwendungen verboten. Weil das Nervengift Botulinumtoxin aber auch für medizinische Zwecke eingesetzt wird, gilt das Verbot in diesem Fall nicht. Die EU schreibt für Botox den LD50-Test vor, der im Tierversuch für jede Charge genau die Menge des Gifts ermittelt, bei der 50 Prozent der Tiere sterben. Dafür wird Mäusen das Botox in die Bauchhöhle gespritzt, sodass die Muskeln der Tiere gelähmt werden, sie Sehstörungen und keine Luft mehr bekommen. Sie ersticken bei vollem Bewusstsein in einem Todeskampf, der mehrere Tage dauern kann.

Eigentlich gibt es schon tierfreie Alternativmethoden, um Botox zu testen, allerdings macht die EU es Entwicklern solcher Methoden schwer. Sie dürfen absurderweise keine besseren Ergebnisse liefern als die Tierversuche, weil sie sich sonst angeblich nicht vergleichen lassen, und alle Hersteller müssen auf die gleiche Alternativmethode setzen, damit sie statt der Tierversuche anerkannt wird. Die Forscher entwickeln ihre tierfreundlichen Methoden trotz solcher Hindernisse weiter, aber noch sehen die EU und die Hersteller nicht ein, dass Tierversuche so grausam wie unwissenschaftlich sind. Bis sie das tun, töten Tierversuche für Botox alleine in Deutschland 150.000 Mäuse im Jahr.

Und das ist noch nicht alles. Auch für diese Beautytrends werden Tiere gequält und getötet.


 

Tierversuche

Weil man nicht alles ausprobieren muss.
Go Vegan!

5 Fälle, in denen Tierversuche völlig falsche Ergebnisse liefern

Tierversuche sind nicht nur brutal, sondern auch unwissenschaftlich. Diese 5 Beispiele zeigen, wie es Menschen schaden kann, wenn man an Tieren testet.

© PETA USA

Aspirin

Wären Tierversuche vor rund 100 Jahren schon Standard gewesen, dann wäre Aspirin wohl gar nicht auf den Markt gekommen. Im Tierversuch reizt das Medikament Augen, Atmungsorgane und Haut, kann krebsfördernd und erbgutschädigend wirken und embryonale Fehlbildungen bei Katzen, Hunden, Affen, Mäusen, Kaninchen und Ratten hervorrufen. Bei Menschen zeigen Studien das alles nicht und Aspirin wird oft als sinnvolles Schmerzmittel und zum Blutverdünnen eingesetzt.

Paracetamol

Das Schmerzmittel wirkt bei Nagern krebserregend und ist giftig für Katzen. Bei Menschen zeigen Studien diese Wirkung nicht. (Was wie bei allen Medikamenten natürlich nicht heißt, dass man es problemlos in Massen einwerfen kann - das mit der Packungsbeilage, den Ärzten und den Apothekern gilt natürlich auch hier.)

Penicillin

Auch Penicillin wäre wohl nicht auf den Markt gekommen, wenn es zum Beispiel an Meerschweinchen getestet worden wäre. Denn für die ist Penicillin tödlich. Bei Menschen wird es als Antibiotikum eingesetzt.

Morphium

Manchmal reagieren Tiere auch genau andersherum auf Medikamente als Menschen. Morphium zum Beispiel wirkt auf Katzen, Ziegen und Pferde stimulierend, während es beim Menschen als starkes Schmerz- und Schlafmittel eingesetzt wird. Im Tierversuch hätte man so etwas nie herausgefunden.

Contergan

Es gibt auch Fälle, in denen Medikamente im Tierversuch harmlos wirken, für Menschen aber gefährlich sind. Ende der 50er Jahre kam das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan auf den Markt, das zu schweren Missbildungen bei Neugeborenen führen kann, wenn Schwangere es einnehmen. Im Tierversuch lässt sich diese Wirkung nicht oder nur bei vergleichsweise viel höheren Dosen nachweisen. Hätte man sich damals nicht einfach auf Tierversuche verlassen, dann hätte die Contergan-Katastrophe verhindert werden können.

Alle Infos zu Tierversuchen und ihren Alternativen findet ihr in unserem Schwerpunkt Tierversuche. Ihr habt vor, Medizin zu studieren? So kommt ihr ohne Tierversuche durchs Studium.