Warum das Gülleproblem uns alle betrifft

Ihr trinkt Wasser? Dann macht euch lieber Gedanken über Gülle.

Es geht wieder los. Vom 1. November bis zum 31. Januar besteht in Deutschland eine Sperrfrist für Gülle, weil Pflanzen den Winter über Nährstoffe schlechter aufnehmen. Aber ab Anfang Februar verteilen die Bauern wieder massenhaft Gülle über ihren Felder. Die sorgt nicht nur für den widerlichen Geruch, der sich über ländliche Gegenden legt, sondern hat überall Konsequenzen für Menschen.

Denn Stoffe aus der Gülle landen logischerweise im Grundwasser, aus dem unser Trinkwasser gemacht wird. Weil die wieder herausgefiltert werden müssen, wird das Trinkwasser teurer. Und oft bleiben trotzdem Rückstände. Vor allem in Regionen mit viel Tierhaltung stellt das Umweltbundesamt immer wieder überhöhte Nitratwerte fest. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel sind 40 Prozent des Trinkwassers mit Nitrat über dem Grenzwert belastet. Aus Nitrat wird Nitrit, und das gilt als krebserregend, deshalb ist die Belastung nicht nur eine Gefahr für die Umwelt, sondern auch für die Menschen.

Und noch mehr landet im Wasser, das wir pur trinken, aus dem wir Tee oder Kaffee machen und mit dem wir kochen: Antibiotika. 2016 wurden in deutschen Ställen 742 Tonnen Antibiotika eingesetzt. Einen großen Teil davon scheiden die Tiere unverändert aus, und mit der Gülle landen sie dann im Trinkwasser. Dadurch können antibiotikaresistente Keime (https://www.petazwei.de/antibiotikaresistente-keime-das-solltet-ihr-wissen) entstehen, also Krankheiten bei Menschen, die sich nicht mehr mit Medikamenten behandeln lassen.

Dass Gülle notwendig ist, um Pflanzen anzubauen, ist schon lange wiederlegt. In der bioveganen Landwirtschaft geht es sehr gut ohne. Aber solange wir Tiere und Tierprodukte essen, werden die Bauern weiter Gülle verwenden. Deshalb gibt es nur eine Lösung: Probiert es vegan (http://vegankickstart.de/).

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Happy #februdairy, Milchindustrie!

Das ging nach hinten los: Die Milchlobby will nach dem #veganuary den Umsatz wieder ankurbeln – und bekommt im #februdairy den Spiegel vorgehalten.

Es geht nichts über ein gutes Wortspiel, deshalb feiern Veganer und alle, die es werden wollen, schon seit Jahren den Januar unter dem Hashtag #veganuary. Die Idee soll Leute ermutigen, das mit dem veganen Leben zum Jahresstart einfach mal auszuprobieren – und im besten Fall dabeizubleiben. Das funktioniert so gut, dass die Milchindustrie jetzt Angst bekommen hat und mit eigenem Hashtag gegenzusteuern versucht.

Denn auch wenn es sicher nicht nur am Hashtag liegt, wird die Nachfrage nach veganen Alternativen zur Kuhmilch immer größer. Längst gibt es in den meisten Supermärkten nicht nur Sojamilch, Hafermilch, Reismilch und andere Pflanzenmilchsorten, sondern auch veganen Joghurt, veganen Quark, veganen Käse und veganes Eis. Käufer geben ihr Geld lieber für Produkte aus, für die keine Tiere gequält werden, und die Milchindustrie bekommt das zu spüren. Deshalb hat sich die Milchlobby etwas einfallen lassen und will unter dem Hashtag #februdairy zeigen, wie super es den Kühen in der Industrie geht. Glückliche Tiere auf grünen Wiesen sind da zu sehen, also das Bild, das Bauern sowieso gerne von sich vermitteln.

Dumm nur für sie, dass viele Menschen den Hashtag für sich übernommen haben, um zu zeigen, wie es hinter solchen Bildern wirklich aussieht. Sie posten Fotos von Tieren in Gefangenschaft, die gequält werden und denen man ihre Kinder wegnimmt. Glücklich sehen die Kühe auf diesen Bildern nicht aus, aber sie sind um Einiges ehrlicher als die Werbefotos, die die Milchindustrie eigentlich zeigen wollte.

#februdairy #dairy #milk #cheese #milk #dairyindustry #dairyisscary Meet your milk.

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Ihr wollt es vegan versuchen? Das geht das ganze Jahr mit dem Vegan Kickstart.