Warum der Mensch nicht an der Spitze der Nahrungskette steht

Wir Menschen sind den Tieren überlegen, deshalb ist es okay, wenn wir sie essen? Dahinter steckt ein alter Denkfehler.

© Wade Lambert / Unsplash

„Die Nahrungskette“ gibt es gar nicht

Schon die Grundannahme ist verkehrt. Denn in der Natur gibt es nicht die eine Nahrungskette, auf der sich sämtliche Pflanzen- und Tierarten nacheinander aufreihen, sondern eher viele verschiedene Nahrungsnetze. Klar, denn wie sollen zum Beispiel ein Eisbär und eine tropische Pflanze in dieselbe Kette gehören, wenn der eine der anderen im echten Leben niemals über den Weg laufen wird? Es gibt also sowieso nicht die eine Nahrungskette, an deren Spitze der Mensch stehen könnte.

Menschen sind nicht „von Natur aus“ überlegen

Die meisten Menschen hätten beim Anblick eines Bären in der Wildnis nicht unbedingt das Bedürfnis, direkt kraftvoll zuzubeißen, sondern würden lieber ganz schnell wegrennen, und das ist auch vernünftig. Schließlich würde ein unbewaffneter Mensch im direkten Kampf mit einem größeren und stärkeren Tier ziemlich sicher verlieren. Dass wir Tiere halten, töten und essen liegt nicht an einer „natürlichen“ Überlegenheit, sondern daran, dass sich die Menschen mithilfe ihrer Intelligenz Mittel und Werkzeuge ausgedacht haben, um sich die Tiere zu unterwerfen.

Werkzeuge sind nicht „natürlich“

Ist doch egal, mit welchen Mitteln es die Menschen geschafft haben, sich Tiere unterzuordnen, sagen manche Leute, Hauptsache, sie haben es. Das Problem an diesem Argument ist nur, dass es mit der Idee einer „natürlichen“ Nahrungskette nichts mehr zu tun hat. Gerade dank unserer Intelligenz haben wir uns so weit entwickelt, dass Essen viel mehr Kultur als Natur ist. Selbst mit der Erfindung von Werkzeugen übernehmen die allerwenigsten von uns schließlich das Jagen und Töten von Tieren selbst, sondern wir gehen eher in den Supermarkt oder in ein Restaurant und lassen uns das Fleisch portionsgerecht vorsetzen. Dank unserer Intelligenz und unserer Werkzeuge sind wir nicht darauf angewiesen, das erstbeste Tier zu erlegen, das uns über den Weg hoppelt, sondern wir können selbst entscheiden, was wir essen wollen und was nicht. Dabei legen wir ganz selbstverständlich moralische Maßstäbe an – denn wir würden zum Beispiel niemals sagen, dass besonders intelligente Menschen weniger intelligente Menschen essen dürfen oder dass es okay ist, mit einem Gewehr um sich zu schießen, weil man intelligent genug war, es zu erfinden. „Weil wir es können“ zählt als Argument in einer menschlichen Gesellschaft also nicht, deshalb gilt es auch nicht als Argument dafür, Tiere zu essen.

Noch mehr Stoff zum Nachdenken: Warum wir auch zwischen den Tieren willkürliche Unterschiede machen und zum Beispiel Schweine essen, Hunde aber nicht.

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Gebratener Tofu fürs Herzhafte

Manche Restaurants wickeln tatsächlich labbrige weiße Tofuscheiben in ihre Rollen. Für unser Rezept nehmen wir am liebsten den schon gewürzten und gebratenen Tofu, den man im Kühlregal im Asialaden findet – oder ihr mariniert ihn selbst.

Obst und Blumen für die Farbe

Die klassische Füllung für Sommerrollen besteht aus Reisnudeln und Gemüse. Noch viel instagramtauglicher werden sie mit in Scheiben geschnittenen Kiwis oder Erdbeeren, halbierten Himbeeren, Granatapfelkernen, geschickt auf dem Reispapier drapierten Kräutern oder sogar essbaren Blumen. Außerdem immer dekorativ: Neben weißem Sesam auch schwarzen darauf verstreuen, den es im Asialaden gibt.

Fusion-Zutaten für gesunde Abwechslung

Sommerrollen sind eins dieser Gerichte, bei denen man nicht mehr viel falsch machen kann, wenn man die Grundtechnik einmal drauf hat. Warum also nicht mal mit Zutaten experimentieren, die in original vietnamesischen Rollen vielleicht nicht unbedingt vorkommen, aber trotzdem perfekt reinpassen und vielleicht noch ein paar Extra-Nährstoffe unterbringen? Quinoa macht sich super als Ersatz für Reisnudeln, Brokkoli oder Grünkohl sorgen für extraviel Grün, mit Sauerkraut wird es noch würziger... und da haben wir noch gar nicht angefangen, über die Soßen zu sprechen, in die man die Rollen statt in Erdnuss dippen kann.

Noch ein Sommerrezept, für das man weder Herd noch Ofen anschmeißen muss: Unser legendärer Erdnussbutter-Schoko-Kuchen.