Warum „Dieses Produkt wurde nicht an Tieren getestet“ nicht viel heißt

Nicht alle Kosmetikprodukte, die tierversuchsfrei tun, sind es auch wirklich. So erkennt ihr, was hinter den vagen Aussagen steckt.

© PETA USA

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass alles klar ist. Seit März 2013 gilt in der EU ein generelles Verkaufsverbot für Kosmetikprodukte, für deren Inhaltsstoffe nach diesem Datum Tierversuche durchgeführt wurden. Und wenn dann noch „nicht an Tieren getestet“ auf dem Duschgel, dem Lidschatten oder dem Deo steht, sollte doch wirklich alles safe sein. Ist es aber leider nicht.

Denn erstens kann das Produkt von einer Firma hergestellt sein, die beispielsweise auch Produkte nach China exportiert, wo Tierversuche vorgeschrieben sind – solche Firmen sind also nicht tierversuchsfrei. Und zweitens werden Inhaltsstoffe, die nicht ausschließlich für Kosmetika verwendet werden, unter dem Deckmantel der europäischen Chemikalienverordnung REACH immer noch an Tieren getestet. Deshalb kann es zwar stimmen, dass die fertige Bodylotion nicht an Tieren getestet wurde, aber einzelne Inhaltsstoffe davon, oder dass die Firma trotzdem noch an Tieren getestete Produkte nach China verkauft – und es heißt sowieso nicht automatisch, dass die Produkte auch vegan sind.

Deshalb sind unabhängige Logos und klare Kriterien so wichtig. Auf der Kosmtikliste von PETA findet ihr beispielsweise nur Firmen, die auch für Inhaltsstoffe keine Tierversuche durchführen und nicht in Länder exportieren, in denen Tierversuche vorgeschrieben sind.

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Weil man nicht alles ausprobieren muss.
Go Vegan!

Diese Schildkröte wurde aus einer Hamburger Schule gerettet

Die Schildkröte musste den ganzen Tag in einem Schaukasten verbringen. Jetzt wurde sie befreit.

Die Bilder sprechen für sich: Eine etwa 20 Jahre alte Schildkröte musste bis vor Kurzem den ganzen Tag eingesperrt verbringen. Sie saß in einem Schaukasten an einer Hamburger Schule, in dem sie weder Beschäftigungsmöglichkeiten noch genug Futter hatte.

Nachdem der Fall bekannt wurde, konnte PETA die Schule zum Glück überzeugen, die Schildkröte aus dem Schaukasten zu befreien und in erfahrene Hände abzugeben. Der Tierschutzverein Hamburg Süderstraße hat sie aufgenommen und wird sie nach den ersten Untersuchungen in einem großen Außengehege mit vielen Pflanzen und anderen Schildkröten unterbringen.

Dieser Fall zeigt, dass man manchmal auch mit einfachen Mitteln etwas erreichen kann. Die Schule brauchte nur eine E-Mail und einige Folgetelefonate, um gemeinsam mit PETA eine gute Lösung für das Tier zu finden. Kein großer Aufwand, aber für die Schildkröte ändert sich damit alles.

Ihr kennt einen Fall, in dem ein Tier schlecht behandelt oder unter nicht tiergerechten Umständen gehalten wird? Sagt uns als Whistleblower Bescheid – gerne auch anonym. Und wenn ihr noch mehr aktiv für die Tiere tun wollt, kommt ins Streetteam!