Warum eine Fleischsteuer längst überfällig ist

In Deutschland werden Alkohol, Zigaretten und Mineralöl höher besteuert, Fleisch und tierische Produkte aber nicht. Wir erklären, warum sich das ändern sollte.

Tierische Produkte belasten die Umwelt

Die industrielle Tierhaltung verursacht mehr Treibhausgas-Emissionen als alle Flugzeuge, Autos und Schiffe zusammen. Für den Anbau von Futtermitteln für die Tiere in der Fleischindustrie werden riesige Regenwald-Flächen gerodet und unfassbare Wassermengen verschwendet. Die industrielle Tierhaltung ist mitverantwortlich für die Klimaerwärmung, für Naturkatastrophen und ein Hauptgrund für die Wasserverschmutzung.

Fleisch gefährdet die Gesundheit

Übermäßiger Fleischkonsum erhöht das Risiko für Krebs, Adipositas, Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Bluthochdruck. Das schadet nicht nur den Leuten, die unter diesen Krankheiten leiden, sondern dem gesamten Gesundheitssystem. Genau deshalb gibt es eben auch Steuern auf Alkohol und Zigaretten.

Die industrielle Tierhaltung trägt eine Mitschuld am Welthunger

Zur Erzeugung von einem Kilo Fleisch müssen bis zu 16 Kilo Nahrungsmittel an Tiere verfüttert werden. Statt diese Lebensmittel erst durch Tiere zu jagen, könnte man damit direkt viel mehr Menschen ernähren. Außerdem verbraucht dieser Umweg riesige Anbauflächen, die sich besser nutzen ließen.

Ihr habt genug davon? Unser Vegan-Kickstart steht schon bereit.

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Bereit, das mit dem veganen Leben mal auszuprobieren? Es ist gar nicht schwierig, versprochen. Unser Vegan Kickstart versorgt euch 30 Tage lang per Mail mit Tipps und Infos, und euer persönlicher Vegancoach steht euch bei Fragen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. So schafft wirklich jeder 30 Tage ohne Tiere im Essen. Und danach? Entscheidet ihr selbst.

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Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

5 vegane Sachbücher für den Einstieg

Manchmal bringt es was, ganz klassisch von Papier zu lernen. Diese 5 Sachbücher helfen mit Infos, Tipps und Hintergründen zum veganen Leben weiter.

„Wieso? Weshalb? Vegan!“ von Hilal Sezgin

Die Schriftstellerin und Journalistin Hilal Sezgin ist Expertin für vegane Themen. In „Wieso? Weshalb? Vegan!“ bereitet sie ethische und praktische Argumente inklusive theoretischer Hintergründe gut verständlich auf, ohne irgendwas zu sehr zu vereinfachen.

„Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer

Jonathan Safran Foer ist eigentlich eher für Romane wie „Extrem laut und unglaublich nah“ bekannt. Die Geburt seines Sohnes hat ihn dazu inspiriert, sich Gedanken ums ethische Essen zu machen und ihnen für sein Sachbuch „Tiere essen“ nachzugehen. Das Ergebnis liest sich persönlich und informativ, auch wenn man etwa Details zu Haltungsbedingungen von Tieren anderswo sehr ähnlich nachlesen kann.

„Vegan!“ von Marc Pierschel

Nicht nur ein Buch für Einsteiger, sondern auch eins, in dem man nach Jahren des Veganseins immer wieder blättert. Marc Pierschel, der auch hinter Filmen wie „Live And Let Live“ steckt, erklärt die ethischen Hintergründen des veganen Lebens, gibt Tipps zum Anfangen und bietet beispielsweise mit der E-Nummern-Sammlung praktische Hilfe zum Nachschlagen.

„Animal Liberation“ von Peter Singer

Ein Klassiker der Tierrechtsbewegung, der sehr ausführlich und grundsätzlich gegen die Ausnutzung von Tieren argumentiert. Dem Philosophen Peter Singer geht es vor allem darum, Leute inhaltlich zu überzeugen, deshalb konzentriert er sich auf Beschreibungen von Tierausbeutung und ethische Überlegungen zu Tier- und Menschenrechten und lässt etwa Ernährungstipps außen vor. Kein Buch also, das einem in jeder veganen Lebenslage hilft, aber eins für die Grundlagen.

„Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ von Melanie Joy

So kann man es auch angehen: Statt zu erklären, warum Fleischessen falsch ist, stellt Melanie Joy die Frage, wie wir je auf die Idee gekommen sind, dass es richtig sein könnte. „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ beantwortet die Fragen im Titel mit dem System des „Karnismus“, der uns zum Beispiel glauben lässt, dass Hunde Haustiere sind und Schweine Nahrungsmittel. Ein sehr lesenswerter Denkanstoß.

Ihr seid nicht so die Büchermenschen? Tierrechte gibt es auch auf Netflix.