Warum es gut ist, wenn unvegane Firmen vegane Sachen anbieten

Veggie-Hack von Rügenwalder, vegane Pommes bei McDonald’s. Sollte man das boykottieren oder unterstützen?

Natürlich ergibt es Sinn, Firmen zu meiden, die auch Fleisch produzieren. Nicht nur, weil man sich oft nicht sicher sein kann, ob die vegane Bulette beim lokalen Burgergrill jetzt im gleichen Fett geschwommen ist wie die aus Rind, sondern aus Prinzip. Deshalb gehört es für manche Veganer dazu, ihr Geld nur für Produkte auszugeben, hinter denen die richtige Einstellung steht. Dazu kann dann neben der Tierfreiheit beispielsweise auch gehören, dass Firmen fair oder bio produzieren.

Damit vegane Produkte aber nicht in der Nische steckenbleiben, müssen möglichst viele Leute darauf aufmerksam gemacht werden. Und das geht besser, je mehr Firmen sie anbieten. Wer bei Ikea vegane Gemüsebällchen auf der Karte sieht oder im Supermarkt das vegane Hack von Rügenwalder, merkt so, dass veganes Essen etwas ganz Normales ist, das man einfach mal ausprobieren kann. Die Bioläden und Veganshops kommen dann hoffentlich später.

Und schließlich ist es auch nicht immer so einfach, an vegane Produkte von veganen Firmen zu kommen. Wer im Discounter einkauft, ist vielleicht ganz froh, dass es die Veggie-Würstchen dort zum halben Preis der Bioladen-Version gibt. Wer am Bahnhof festhängt, freut sich vielleicht zumindest darüber, dass es bei McDonald’s vegane Pommes und bei Backwerk das Sandwich dazu gibt. Und wer die Eltern schon nicht davon überzeugen kann, komplett ohne Tiere zu kochen, hat es mit einem veganen Fertiggericht aus dem Supermarkt vielleicht ein bisschen leichter.

Wir arbeiten daran, dass die ganze Welt vegan wird. Vegane Firmen zu unterstützen ist ein Schritt in diese Richtung, vegane Produkte auch von unveganen Firmen zu kaufen ein anderer. Das Ziel bleibt dasselbe.
 
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Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Diese 7 Dinge tut die Milchindustrie Kühen an

An den Mythos der Kuh auf der grünen Wiese glaubt niemand mehr. Was genau Kühen in der Milchindustrie widerfährt, wissen viele trotzdem nicht. Wir zeigen es.

Foto: JMcArthur

Trennung

Mutter und Kind werden meist ein bis drei Tage nach der Geburt getrennt.

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Isolation

Die Kälbchen werden in kleine Boxen gesperrt und schreien oft tagelang nach ihren Müttern. Nach einer kurzen Mast kommen die männlichen Tierkinder zum Schlachter; die weiblichen werden zu „Milchkühen“.

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Enthornung

Bis zum Alter von sechs Wochen dürfen Kälber ohne Betäubung enthornt werden. Das geschieht meist mit einem Brennstab.

Befruchtung

Damit die weiblichen Kühe fast durchgängig Milch produzieren, werden sie immer wieder künstlich befruchtet.

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Ausbeutung

Für die Milchindustrie zählt nur eine hohe „Milchleistung“. Zur Ernährung eines Kälbchens würden acht Liter am Tag reichen, die hochgezüchteten Kühe geben heutzutage aber bis zu 50 Litern Milch am Tag.

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Transport

Lässt die „Milchleistung“ der Kuh nach, wird sie krank oder hat das männliche Kälbchen das „Schlachtalter“ erreicht, folgt der Transport in den Tod.

Schlachtung

Im Schlachthaus werden die Kühe per Bolzenschuss betäubt. In über zehn Prozent der Fälle funktioniert das aber nicht richtig und die Tiere erleben bei vollem Bewusstsein, wie sie an einem Bein aufgehängt werden und ihnen die Kehle durchgeschnitten wird.