Warum es nicht teuer sein muss, vegan zu leben

Bei jeder Ernährungsform kann man viel Geld ausgeben – oder eben günstig leben. Das gilt auch für vegan.

Viele Basics sind schon vegan

Die meisten Grundnahrungsmittel sind ohnehin schon vegan: Pasta, Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und die ganze Palette an Obst und Gemüse machen wahrscheinlich den Großteil eurer Ernährung aus und sind meist günstig zu bekommen. Nudeln ohne Ei gibt es schon für unter 50 Cent, und bei einer großen Dose Kichererbsen oder Linsen seid ihr mit etwa einem Euro dabei. Brot oder Brötchen sind zum größten Teil auch vegan und nicht teuer. Wenn ihr gerne Bioprodukte kauft, lohnt es sich, mal bei den Discountern nach Bioobst und -gemüse zu schauen.

Fertigprodukte gibt es auch beim Discounter

Klar, wer sich nur von Fertigprodukten der Markenhersteller ernährt, hat schnell keine Kohle mehr – und nimmt das mit dem gesunden Leben nicht sonderlich ernst. Wer trotzdem gerne mal Tiefkühlpizza, Sojawürstchen oder Apfelstrudel isst, kann bei den meisten Discountern einiges in den Einkaufskorb legen, zusammen mit fertig gewürzten Soßen oder schnellen Pfannengerichten. Auch Soja- oder andere Pflanzenmilch gibt es mittlerweile in jedem Laden und oft auch von den billigeren Eigenmarken der Ketten für um die 90 Cent.

Süßes und Snacks müssen nicht teuer sein

Die Dinge, die ihr ohnehin besser selten esst, gibt es ebenfalls in günstig. Von diversen Knabberartikeln wie Chips oder Crackern gibt es meist auch billigere Versionen, und auch Freunde von Schokolade oder Keksen können in immer mehr Läden zugreifen, ohne gleich das Budget zu sprengen. Hier gilt: genau hinschauen und nicht direkt das erstbeste kaufen. Bei Lifestyle-Produkten (manche nennen es Superfoods) gilt besondere Vorsicht vor der Preiskeule.

Auch unterwegs gibt es Optionen

Unterwegs zu essen ist nie so billig wie daheim, aber ihr müsst nicht hungern. Große Fast-Food-Ketten wissen mittlerweile auch, wie vegan geht, und bieten einigermaßen preiswerte Optionen an – die Sojamilch im Kaffee gibt es im besten Falle gratis. Wer beim Lieferservice bestellt, wird preislich wahrscheinlich auf dem Niveau der omnivoren Freunde liegen, aber dann ist die Entscheidung gegen Geld sparen sowieso schon gefallen.

Je mehr unverarbeitete Produkte ihr kauft und sie daheim zubereitet, desto günstiger lebt ihr. Mit unseren Rezepten gelingt das sogar Kochanfängern.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Von diesem englischen Fußballverein können deutsche Teams noch was lernen

Der wohl erste komplett vegane Fußballverein der Welt zeigt, wie Rasenballsport und Tierrechte zusammenpassen.

Die Forest Green Rovers aus England spielen zwar in der vierten Liga, aber das Drumherum ist erstklassig. Laut einem Bericht gibt es im Stadion der Rovers nur veganes Essen und Getränke, der Vorsitzende des Vereins Dale Vince lebt selbst vegan. Es war eine Entwicklung: Zuerst flog rotes Fleisch, dann Fisch und später alle weiteren tierischen Produkte vom Speiseplan. Sogar bei der Rasenpflege nimmt der Verein Rücksicht auf Tiere, denn es kommen keine Insektizide oder andere Chemikalien zum Einsatz, zum Bewässern dient gesammeltes Regenwasser.

Auch wenn sich hierzulande einiges in den Fußballstadien tut – das jährliche Stadionranking zeigt euch, wo ihr in der Halbzeit am besten vegan essen könnt – kann da noch wesentlich mehr gehen. Der Verein aus England macht es vor. Und wieso nicht Mal die großen Fleischproduzenten als Sponsoren von Werbebanden oder Trikots kicken?

Euch hat das Fußballfieber gepackt? Wir haben da ein paar Tipps.