Warum es okay ist, Lust auf Fleisch und Käse zu haben

Ist man noch ein richtiger Veganer, wenn man nachts von Käsepizza oder Chicken Nuggets träumt? Auf jeden Fall, aus diesen Gründen.

Wir sind daran gewöhnt

Essen hat immer mit Gewohnheit zu tun. Wer schon als Kind Kimchi, Tempeh oder Pommes mit Mayo isst, findet das auch als erwachsener Mensch normal und lecker. Vor allem verarbeitete Produkte wie Chicken Nuggets oder Tiefkühlpizza mit Käse gelten oft als „kindgerecht“, sodass viele von uns ganz selbstverständlich damit aufwachsen. Wenn wir dann Hunger haben, denken wir automatisch an solche Gerichte.

Es ist nur ehrlich

Beim Vegansein geht es nicht darum, sich selbst oder anderen etwas vorzumachen. Ja, es ist eine richtige und wichtige Entscheidung, aber das heißt nicht, dass sie in jedem Moment einfach umzusetzen ist. Es ist absolut okay, auch mal rumzujammern, dass es den Lieblingsschokoriegel immer noch nicht in vegan gibt. Das bedeutet schließlich nicht, dass Vegansein falsch wäre, sondern dass die Industrie noch Einiges nachzuholen hat.

Fleisch und Käse schmecken gut

Nur logisch: Wenn man nicht aus Geschmacks-, sondern aus ethischen Gründen vegan wird, vergeht einem nicht von heute auf morgen der Appetit auf alle Tierprodukte. Schließlich sind viele davon besonders salz- und fetthaltig und umami und sprechen schon allein deshalb unsere Gelüste an. Das kann man anerkennen und trotzdem kein Fleisch essen wollen.

Der Jieper lässt sich stillen

Das wird jetzt keiner dieser Ratgeber, der Obst empfiehlt, wenn man Lust auf Schokolade hat. Aber tatsächlich ist das vegane Angebot so groß, dass man für die allermeisten Gelüste was Passendes findet. Schließlich haben die wenigsten Menschen konkret Lust auf eine Scheibe tote Babykuh, sondern eher auf ein Stück paniertes und gut gewürztes Protein. Und das gibt es auch aus Seitan, so wie es passende Produkte für alle schokoladigen, eisigen, quarkigen, rauchigen, eibrotigen, fischigen und sonstigen Jieper gibt. Das heißt nicht, dass man für jedes einzelne Tierprodukt im Supermarkt eine haargenaue vegane Kopie bekommt, sondern dass es hilft, von der Gewohnheit loszukommen, die eine bestimmte Marke Chicken Nuggets oder eine bestimmte Sorte unvegane Kekse immer als das Nonplusultra sehen will. Oft sind die schließlich nur deshalb so gut, weil wir sie aus Gewohnheit gut finden.

Schon morgens Lust auf was Herzhaftes mit Biss? Für unseren Frühstücksburrito lohnt es sich, zwei Minuten eher aufzustehen.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
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Mit diesen Rezepten geht veganes Challa ganz leicht

So wird der traditionell jüdische Hefezopf auch ohne Eier schön fluffig.

Wer Schabbat oder jüdische Feiertage feiert, kennt Challa, das traditionelle Brot, das an einen Hefezopf erinnert. Je nach Anlass wird es in unterschiedlichen Formen gebacken und mit Mohn und Sesam bestreut oder süß als Version mit Rosinen serviert. Praktischerweise ist Challa meist parve, also frei von Milch, allerdings kommen in vielen Rezepten Eier und Honig vor. Es gibt aber auch vegane Versionen.

Ein sehr simples englischsprachies Rezept für Challa verwendet ausschließlich Zutaten, die ihr vermutlich sowieso im Haus habt. Für nicht mehr ganz so traditionelle Versionen gibt es auch ein deutschsprachiges Challa-Rezept, das dank Aquafaba besonders fluffig wird. Natürlich könnt ihr alle Rezepte auch einfach als Grundlage nehmen, um verschiedene Challot zu backen.

Und um das noch mal zu klären: Ja, Hefe ist vegan.