Warum fangen so viele Massenmörder als Tierquäler an?

Studien zeigen: Wer Tiere quält, vergreift sich oft früher oder später auch an Menschen. Wie hängt das zusammen?

Die Liste ist lang und grausam: der berüchtigte Serienkiller Ted Bundy, die Columbine-Amokläufer Eric Harris und Dylan Klebold, der Kindermörder Ronny Rieken, der Kannibale Jeffrey Dahmer, der Massenmörder Stephen Paddock aus Las Vegas… Sie alle haben erst einmal an Tieren geübt, bevor sie Menschen getötet haben. Und das gilt nicht nur für die genannten Beispiele. Kurz kann man auch sagen: Die meisten Massenmörder fangen als Tierquäler an.

Woher dieser Zusammenhang kommt? Viele Mörder beschreiben das Gefühl beim Quälen und Töten von Tieren als sehr ähnlich wie das, wenn sie später Menschen töten. Und weil es in unserer Gesellschaft viel einfacher ist, sich an Tieren zu vergreifen, fangen viele eben damit an. Der mehrfache Mörder Frank Gust beschreibt in einem Interview sogar, dass ihn seine Großmutter zu seinem ersten Mord ermutigte – an einem Meerschweinchen. Er wollte das Tier eigentlich behalten, durfte aber wegen einer Allergie seines Stiefvaters nicht, woraufhin die Großmutter meinte: „Dann musst du’s halt totmachen.“ Gust tötete das Tier und merkte beim Wühlen in den Eingeweiden, dass er Lust auf mehr bekam. Einige Jahre später tötete er ein Pferd und schließlich Menschen.

Viele Serienmörder haben sehr ähnliche Lebensgeschichten. Weil Gewalt an Tieren nicht ernstgenommen wird, merkt niemand, welche Gefahr von den jungen Tierquälern ausgeht. Statt sie zu behandeln oder zu bestrafen, lässt man sie ohne Konsequenzen davonkommen – bis es zu spät ist. Damit sich das ändert, darf Tierquälerei nicht als harmloser Spaß gelten. Und das gilt nicht nur für Kinder, die Meerschweinchen aufschneiden, sondern auch für brutale Hundeschulen, Tierversuche für Kosmetika, Zirkusse, Delfinarien und natürlich auch für die Tiere, die wir essen. Letztlich hängt das alles zusammen.

Auch die Trennlinien zwischen verschiedenen Tierarten sind ziemlich willkürlich, wenn man mal drüber nachdenkt. Oder warum lieben wir Hunde, essen aber Schweine?

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Das spanische Festival Toro Júbilo hat schon wieder einen Stier in Flammen gesetzt

Helft uns jetzt, etwas dagegen zu unternehmen!

© PACMA Fotos / CC by 2.0

Warum ein Tier einfach nur töten, wenn man es vorher noch ausführlich quälen kann? Beim Festival Toro Júbilo im spanischen Medinaceli wurden an diesem Wochenende wie jedes Jahr einem Stier Pechfackeln auf den Kopf befestigt und angezündet.

Der Stier war dabei an einem Holzpfahl festgebunden und wurde dann losgeschnitten, um panisch herumzulaufen und zu versuchen, die Flammen irgendwie zu löschen – vergeblich.

© PACMA Fotos / CC by 2.0
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Meist muss der Stier so mehrere Stunden lang in Todesangst herumlaufen, während brennende Pechklumpen auf seinen Kopf fallen und ihn verletzen und die Zuschauer um ihn herum johlen. Einige Tiere sterben schon während dieses Spektakels. Den anderen wird schließlich, wenn die Flammen aus sind, die Kehle durchgeschnitten, um sie zu essen.

Ihr wollt etwas dagegen unternehmen? Unterschreibt unsere Petition und fordert die Regierung der Provinz Soria auf, das Toro Júbilo zu verbieten.