Warum Firmen, die nach China verkaufen, nie tierversuchsfrei sind

In der EU sind Tierversuche für Kosmetika und deren Inhaltsstoffe verboten. Trotzdem sind viele Produkte, die hier verkauft werden, nicht tierversuchsfrei.

Foto: PETA USA

Warum ist das so? Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Deutschland werden von der EU geregelt. 2003 entschied die EU-Kommission, alle Tierversuche für Kosmetikprodukte zu verbieten. Seit März 2013 dürfen keine Kosmetika mehr verkauft werden, deren Inhaltsstoffe nach diesem Datum an Tieren getestet wurden. Abgesehen davon, dass wegen der REACH-Verordnung trotzdem Inhaltsstoffe getestet werden, bleibt noch ein anderes großes Problem: In China sind Tierversuche für Kosmetikprodukte, die aus dem Ausland kommen, vorgeschrieben.

Selbst wenn ein Produkt also mit tierfreien Versuchsmethoden getestet und für den Verkauf in der EU freigegeben wurde, müssen die Firmen trotzdem Tierversuche in Auftrag geben, falls sie auch nach China verkaufen wollen. Und weil China ein riesiger Markt ist, wollen das immer noch viele.

Foto: PETA USA

Manche Firmen haben sich komplett vom chinesischen Markt zurückgezogen, weil sie konsequent keine Tierversuche durchführen wollen. Andere verkaufen ihre Produkte in der EU als „tierversuchsfrei“, obwohl sie gleichzeitig Tierversuche durchführen, um ihre Produkte weiter in China verkaufen zu dürfen. Dabei ist es für die Tiere völlig egal, in welchem Land sie gequält und getötet werden. Eine Firma ist nur dann tierversuchsfrei, wenn sie nirgendwo Tierversuche durchführt.

Auf unserer Kosmetik-Liste findet ihr Firmen, die weder in der EU noch außerhalb davon Tierversuche durchführen, weder für einzelne Inhaltsstoffe noch für fertige Produkte.

Und was ist jetzt das Problem mit den Inhaltsstoffen? Informiert euch über die REACH-Verordnung.

Go Vegan!

Tierversuche

Weil jedes Experiment einen Ausgang hat.

Die Bundeswehr hat letztes Jahr über 600 Tiere getötet

Einige davon haben die Soldaten gegessen. Die allermeisten wurden für Tierversuche gequält und getötet.

Allein im Jahr 2015 hat die Bundeswehr laut Medienberichten 414 Ratten, 52 Meerschweinchen, 70 Schafe sowie 27 Pferde und Maultiere in Tierversuchen gequält und getötet. Zusammen mit Forellen und Kaninchen, die zum Essen getötet wurden, macht das über 600 tote Tiere in einem Jahr.

Dabei ist längst klar, dass Tierversuche nicht nur grausam sind, sondern auch sinnlos. Die Ergebnisse daraus lassen sich nicht auf die Menschen übertragen und werfen die Forschung oft eher zurück als sie weiterzubringen. Und dass beispielsweise die Organophosphate, mit denen die Bundeswehr Ratten und Meerschweinchen vergiftet hat, schädlich sind, ist längst bekannt. Es gibt also überhaupt keinen Grund, weiter Tierversuche durchzuführen.

Ihr seht eure Zukunft eher in einer tierfreundlichen Karriere? Wir haben die besten Studiengänge und Jobs für euch zusammengestellt.