Warum Kaninchen so oft im Tierheim landen

Kaninchen werden mit am häufigsten im Tierheim abgegeben. Schuld sind – Überraschung – Menschen, die nicht nachdenken.

Klar, über die Anschaffung eines Hundes sollte man ein bisschen länger nachdenken, aber so ein fluffiges, pflegeleichtes Kaninchen ist doch das perfekte Einsteigerhaustier? Völlig falsch. Wer so denkt, sorgt mit dafür, dass Kaninchen zu den am häufigsten im Tierheim abgegebenen Tieren gehören.

Denn viele Menschen denken nicht richtig nach, bevor sie sich ein Kaninchen ins Haus holen, und unterschätzen den Aufwand komplett. Das fängt schon damit an, dass man Kaninchen niemals einzeln halten sollte, sondern mindestens zu zweit. Außerdem brauchen sie Auslauf, Beschäftigung, jemanden, der ihr Gehege am besten täglich reinigt – und menschliche Mitbewohner, die nicht sofort die Nerven verlieren, wenn die dämmerungsaktiven Tiere morgens und abends nicht einfach nur in der Ecke chillen. Dazu kommt, dass Kaninchen keine Kuscheltiere sind, sondern Fluchttiere – was manche Menschen erst nach dem Kauf bemerken und sie dann ins Tierheim verfrachten.

Überlegt euch deshalb genau, ob ihr bereit seid, Kaninchen bei euch aufzunehmen. Und geht dazu auf jeden Fall nicht zum Züchter, sondern ins Tierheim, denn dort warten schon viele Tiere auf ein neues Zuhause.

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Die neuseeländische Regierung will Millionen Kaninchen per Virus töten

Nicht nur ein grausamer Plan, sondern auch ein ziemlich idiotischer.

In Neuseeland leben relativ wenige Menschen und relativ viele Kaninchen – und weil Letztere laut einer Statistik jedes Jahr Schäden in Höhe von rund 60 Millionen Euro in der Landwirtschaft anrichten, sollen sie jetzt getötet werden, wie der Spiegel berichtet. Der Plan der Regierung: Ein Virus namens RHDV1 K5 in Futter mischen und als Köder auslegen. Das Virus sorgt dafür, dass die Tiere an der Hämorrhagischen Kaninchenkrankheit (RHDV) erkranken, die mit inneren Blutungen einhergeht, und daran qualvoll sterben.

Das ist nicht nur brutal, sondern auch eine ziemlich idiotische Idee. Denn das Virus befällt nicht nur frei lebende Kaninchen, sondern kann leicht auf Tiere in Ställen oder Häusern übertragen werden. Deshalb empfehlen Tierärzte auch jetzt schon, als Haustiere gehaltene Kaninchen per Impfung zu schützen. Ein ganz schön wirrer Plan, um eines Problems Herr zu werden, an dem die Menschen selbst schuld sind: Dass es überhaupt so viele Kaninchen in Neuseeland gibt, liegt daran, dass Siedler sie einst mit ins Land brachten, um sie dann jagen zu können. Seitdem ist die Regierung schon einmal mit einer Virus-Aktion gescheitert, gegen den die überlebenden Tiere nach einiger Zeit immun wurden. Wird höchste Zeit, solche sinnlosen Aktionen zu beenden.

Ihr wollt euch aktiv für Tierrechte einsetzen? Kommt ins Streetteam!