Warum lieben wir Hunde und essen Schweine?

Dass wir manche Tiere als Freunde sehen und andere als Fleisch, hat keine logischen Gründe, sondern mit einem Glaubenssystem zu tun.

Die Psychologin Melanie Joy hat dafür den Begriff Karnismus geprägt. Was sie damit meint, ist ganz einfach: Wir sortieren Tiere in „essbar“ und „nicht essbar“. Und die „essbaren“ sehen wir nicht mehr als Tiere, sondern als Fleisch. Das funktioniert, weil wir sie versachlichen (also schon lebend wie Objekte behandeln, die maschinell aufgezogen, transportiert und getötet werden) und entindividualisieren (also nicht an einzelne Lebewesen mit einer Persönlichkeit und Gefühlen denken, sondern an eine anonyme Masse).

Warum lieben wir Hunde...

Die meisten Menschen essen kein Fleisch von Tieren, die sie zu Lebzeiten kannten oder zu denen sie eine Bindung hatten. Solange man aber nicht darüber nachdenken muss, dass das Schnitzel auf dem Teller mal ein Tier war, solange es keinen Namen hatte und man es nie gesehen hat, wird es einfacher, es zu essen.

Dabei sind die Regeln, nach denen Tiere in Freunde und Fleisch eingeteilt werden, sehr willkürlich. Zu niedliche Tiere will niemand essen, zu hässliche Tiere aber auch nicht. Dass Schweine intelligenter sind als Hunde und mindestens so treue Begleiter, blenden die meisten Menschen lieber aus. Und während Kühe in manchen Kulturen ganz selbstverständlich als Nutztiere gelten, sind sie in anderen heilig.

...und essen Schweine?

Auf Argumenten basiert der Karnismus also nicht. Stattdessen rechtfertig er sich mit den drei „N“: Menschen glauben, Fleisch zu essen, wäre normal, natürlich und notwendig. Bei genauerer Betrachtung stimmt das natürlich nicht, schließlich sind Normen von Menschen gemacht und veränderbar, hat die Menschheit spätestens mit der Entdeckung des Feuers alle Natürlichkeit abgelegt und braucht niemand Tierprodukte, um gesund zu bleiben. Wer das einmal verstanden hat, merkt auch, dass das vegane Leben die logischste Konsequenz ist.

Go Vegan!

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.

11 Dinge, die ihr erst entdeckt, wenn ihr euch vegan ernährt

Vegan leben heißt, ein paar Sachen wegzulassen – und dafür zig neue auszuprobieren. Diese 11 Lebensmittel entgehen den meisten Fleischessern.

Lupinen

Gehören zu der Familie der Hülsenfrüchte und sind ziemlich vielseitig. Mittlerweile kann man Lupinendrinks, -joghurts, -eis und -aufstriche kaufen.

Seitan

Das Weizenfleisch kann man fertig gewürzt als Wurst-, Braten-, oder Aufschnittalternative kaufen. Die Fortgeschrittenen kaufen sich Seitanpulver und machen sich den Kram selbst.

Tempeh

Muss zwar erst eingelegt werden, aber dann ist die Fleischalternative aus fermentierten Sojabohnen nicht nur super gesund, sondern schmeckt auch noch großartig.

Kichererbsen

Im Curry, als Hummus, im Salat – Kichererbsen sind die besten Erbsen. Apropos Hummus: Zum Frühstück, zum Mittag, zum Abendessen, für zwischendurch und als Mitternachtssnack. Hummus geht immer.

Quinoa

Wer nicht immer Pasta, Kartoffeln und Reis essen möchte, hat hier mal eine etwas ausgefallenere Alternative. Quinoa passt super in Suppen und Salate.

Chiasamen

In den kleinen Dingern steckt superviel: Protein, Eisen, Kalzium und Omega-3-Fettsäuren. Chiasamen sind als Pudding oder übers Müsli gestreut ein fantastisches Frühstück.

Kala-Namak-Salz

Kala Namak gibt eurem Rührtofu den letzten Kick. Schmeckt richtig ei-ig.

Pflanzenmilch

Früher gab es immer nur Kuhmilch. Und die schmeckt immer gleich. Wie langweilig. Jede Pflanzenmilch schmeckt anders. Und es gibt unfassbar viele Sorten.

Aquafaba

Heißt übersetzt „Bohnenwasser“ und das ist ein kleines Zaubermittel. Das Wasser von den Kichererbsen wird nie wieder weggeschmissen, denn daraus lässt sich Baiser, Mousse au Chocolat, Käsekuchen, Sahne und noch viel mehr machen.

Hefeflocken

Gibt’s in jedem Drogeriemarkt und sind dazu reich an Nährstoffen und Vitaminen. Eignet sich perfekt für den Käsegeschmack auf Pizza oder Spaghetti.

Käse aus Cashews

Geröstet oder einfach pur: Cashews sind ein toller Snack. Mit ein paar Gewürzen im Mixer entsteht aus Cashews eine leckere Käsealternative.

Ihr habt jetzt Lust, das mit dem veganen Leben mal auszuprobieren? Unser Vegan Kickstart hilft euch beim Einstieg.