Warum Marderhunde unsere Hilfe brauchen

Jedes Jahr werden allein in China fünf Millionen Marderhunde für ihr Fell getötet. Aber auch in Deutschland sind die Tiere nicht sicher.

Foto: JMcArthur / We Animals

Obwohl die meisten Menschen gegen das Tragen von Pelz sind, stammen viele Fellbesätze an Jacken und Stiefeln und viele Mützenbommeln immer noch von echten Tieren. Für die Hersteller ist das oft billiger, als Kunstpelz zu verwenden, und falsche Deklarationen sorgen dafür, dass es niemand merkt.

Allein in China werden so jedes Jahr fünf Millionen Marderhunde unterschlimmsten Bedingungen auf Pelzfarmen gehalten und anschließend mit Schlägen auf den Kopf getötet. Viele leben noch, wenn ihnen das Fell abgezogen wird. Auf dem Etikett stehen dann oft falsche Bezeichnungen wie „Waschbär“ (nach ihrem englischen Namen „raccoon dog“) oder sogar „Kunstpelz“. Welches Tier sich dahinter in Wahrheit versteckt, erkennt man erst beim genauen Hinsehen.

Foto: PETA Asia

Im Laufe des letzten Jahrhunderts sind Marderhunde über Asien und Osteuropa auch bis nach Deutschland eingeschleppt worden und inzwischen auch hier heimisch. Die friedlichen Tiere, die zu den Hundeartigen gehören und wie eine Mischung aus Hund und Waschbär aussehen, leben in kleinen Familien mit sechs bis sieben Kindern zusammen, sind nachaktiv und ernähren sich vor allem von Früchten und Insekten. Immer wieder wird behauptet, dass Marderhunde das hiesige Ökosystem zerstören, dafür gibt es aber keine Belege. Trotzdem nehmen Jäger solche Gerüchte zum Anlass, über 20.000 Tiere pro Jahr zu erschießen.

Foto: JMcArthur / We Animals

Dagegen hilft nur: keinen Pelz kaufen, und auch Kunstpelz nur nach ordentlicher Überprüfung. Die Jagd auf keinen Fall unterstützen. Und möglichst viele Menschen darüber aufklären, was sowohl in China als auch in Deutschland vor sich geht.

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Weil niemand eine zweite Haut braucht.

The Kooples nimmt endlich Angora aus dem Programm

Nach langen Protesten ist es soweit: Die französische Marke The Kooples will ab sofort keine Angoraprodukte mehr verwenden.

Foto: PETA Asia

Das wurde aber auch Zeit. Schon 2013 gingen verdeckte Aufnahmen von PETA Asia um die Welt, die zeigten, wie schreienden Kaninchen das Fell aus der Haut gerissen wurde. Die meisten Angorahaare, die in Europa verkauft werden, stammen aus solcher Tierquälerei in China, und immer noch verkaufen hunderte von Marken Produkte damit.

Jetzt ist es zumindest eine weniger. Nach langen Protestaktionen von PETA UK und PETA Deutschland hat sich die französische Marke The Kooples bereiterklärt, Angora aus dem Programm zu nehmen. Gute Nachrichten für alle, die das Lieblingslabel von Leuten wie Gigi Hadid, Chloe Grace Moretz und Zoella guten Gewissens tragen möchten.

Ihr wollt selbst bei unseren Aktionen dabei sein und dafür sorgen, dass noch mehr Marken Tierprodukte aus dem Sortiment nehmen? Dann kommt ins Streetteam!