Warum veganes Essen (fast) immer halal ist

Wer sich nach dem Koran ernährt, findet nicht überall direkt das passende Essen. Vegane Produkte können dabei helfen.

Die Grundregeln sind einfach: Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte und andere pflanzliche Lebensmittel sind halal, gehen nach dem Koran also klar. Haram, also nicht okay, sind Schweinefleisch, nicht halal-geschächtetes Fleisch, Aas, Blut und Alkohol. Komplizierter wird es erst im Detail.

Wie eine Halal-Schlachtung aussieht, ist nämlich gar nicht so klar. Die Texte im Koran stammen schließlich noch aus Zeiten, in denen Tiere ganz anders gehalten und getötet wurden als heute. Deshalb gibt es zum Beispiel eine Diskussion darum, ob es halal ist, die Tiere vor dem Schlachten zu betäuben, oder ob sie dann schon als Aas, also tot, gelten, und damit haram sind. Außerdem handhaben viele Länder unterschiedlich, ob beispielsweise auch Christen und Juden halal schlachten können oder ob der Schlachter muslimisch sein muss. 

Außerdem stecken geschlachtete Tiere nicht nur in Wurst, Schnitzeln oder Hack, sondern in vielen anderen Produkten, in denen man sie vielleicht gar nicht direkt vermutet. Fruchtsaft kann mit Gelatine geklärt sein, ohne dass es auf der Packung stehen muss. Zusatzstoffe wie Aromen oder Farbstoffe können tierischen Ursprungs sein. Und bei Käse stellt sich die Frage, woher das Lab darin kommt.

Vegane Produkte lösen diese Probleme. Bei Würstchen aus Seitan oder Tofu muss man sich keine Gedanken über Schlachtmethoden machen. Fruchtsäfte, Gummibärchen und Chips, die als vegan gekennzeichnet sind, enthalten sicher keine Zusatz- oder Hilfsstoffe aus Schwein oder anderen Tieren. Einzige Ausnahme: Alkohol kann vegan sein, ist aber nicht halal. Auch wenn zum Beispiel ein Wein oder Likörpralinen als vegan gekennzeichnet sind, lässt man für den Koran deshalb lieber die Finger davon.

Wenn ihr euch noch detaillierter informieren wollt, hilft die Halal-Seite des Islamologischen Instituts. Oder ihr macht euch erste mal eine Portion Waffeln.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Die Instagrammerin Goth In The Raw zeigt, wie düster vegan sein kann

Graue Smoothies, Mitternachtsbrownies, pechschwarzes Eis: Bei Goth In The Raw gibt es vegane Rezepte mit möglichst wenig Farbe.

Bunte Sachen aus Pflanzen herstellen kann ja jeder. Adaora Osimiri-Lewis mag es aber lieber so schwarz wie möglich. Deshalb heißen ihre Kreationen „Night Flight Smoothie Bowl“, „Nocturne & Stars Brownies“, „Noire Salted Coconut Creme Popsicles“ oder „Dead Of Night Maca Chia Pudding“ und sehen auch so aus: Düster, geheimnisvoll und gerne ein bisschen gruselig. Am besten aber: Sie schmecken. Und sie sind alle vegan und roh.

Bei Instagram zeigt Adaora Bilder ihrer veganen Snacks zwischen Gothspiration- und Vegan-Memes, in ihrem Blog Goth In The Raw gibt es die Rezepte dazu. Wie so oft muss man die aber gar nicht genau nachmachen, sondern kann sich davon einfach inspiriert fühlen, mal ein bisschen weniger Einhörner und Glitzer in der Küche zu verbreiten.

Noch mehr Goth-Content: Unsere liebsten dunklen veganen Lippenstifte.