Was das Bindemittel Kasein mit toten Kälbern zu tun hat

In vielen Kondomen, Salatsoßen und Haarkuren steckt Kasein, für das Kälber getötet werden. Was jeder über das Bindemittel wissen sollte.

Was ist Kasein?

Kasein – auch Casein (vom lateinischen Wort „caseus“ für Käse) – ist das Hauptprotein in Milch. Durch die Gerinnung des Kaseins enthalten Quark und Käse ihre feste Konsistenz. Kasein taucht aber auch als Bindemittel in Produkten auf, die auf den ersten Blick milchfrei sind.

Was ist so schlimm an Kasein?

Kasein wird aus Kuhmilch gewonnen, in der es eigentlich dazu da ist, Kälber mit Eiweiß und Kalzium zu versorgen. Die Milchindustrie trennt Mutterkühe und Kälber direkt nach der Geburt, um Milch und Milchbestandteile verkaufen zu können. Männliche Kälber werden direkt ins Schlachthaus geschickt, während weibliche Kälber selbst zu Milchkühen werden, bevor auch sie im Schlachthaus landen. Wer Produkte mit Kasein kauft, unterstützt das Leid der Kühe ganz direkt. Außerdem ist Kasein dafür bekannt, schwere Allergien bei Menschen auslösen zu können.

Worin ist Kasein enthalten?

Neben Milchprodukten wie Quark und Käse, die sowieso nicht vegan sind, gibt es auch vermeintlich milchfreie Produkte, in denen Kasein steckt. Einige Sojakäse-Sorten, Salatsoßen und Süßigkeiten enthalten Kasein, vor allem aber wird es als Bindemittel in Kosmetika wie Haarkuren, Gesichtscremes und -masken verwendet. Außerdem steckt es in manchen Klebstoffen und Farben und fast immer in Kondomen.

Welche Alternativen gibt es?

Veganer Käse und Joghurt enthält kein Kasein; unser Einkaufsguide listet eine riesige Auswahl auf. Auch für Kosmetik gibt es vegane und tierversuchsfreie Alternativen. Bei Kondomen ist die Auswahl leider noch klein, aber einige Marken sind auch hier komplett vegan.

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Toast

Vegane Pizza ist ja so kompliziert! Klar, wer daran scheitert, eine Packung Toastbrot zu öffnen und ein bisschen Kram draufzulegen, ruft vielleicht doch lieber beim Lieferdienst an. Für alle Mutigen erklärt Streetteamer Robin die Lazy Pizza aber noch mal ganz genau (ab Minute 2:24).

Dosenbrötchen

Dose ploppen, Brötchen plattmachen, Belag drauf und backen. Passt aus irgendeinem Grund besonders gut als Grundlage für vegane Wurst und Oliven zwischen Tomatensauce aus dem Glas und fertig geriebenem veganen Käse.

Reibekuchen

Die fertigen aus dem Tiefkühlfach natürlich. Viele Sorten sind vegan und machen sich perfekt als Basis für beispielsweise Spinatpizza mit viel Knoblauch.

Fladenbrot

Alter WG-Klassiker, weil es die dicken Brote fast überall mega günstig und meist noch zu den merkwürdigsten Zeiten zu kaufen gibt. Am liebsten mit Paprika, Mais und Tomaten.

Tortillas

Warum nicht mal Italo-Tex-Mex. Beläge hier ein bisschen sparsamer einsetzen, weil die zarten Fladen nicht so schwer heben können, dafür werden sie aber auch gut knusprig.

Blätterteig

Wenn schon fettiger Käse oben drauf, dann auch fettiger Teig unten drunter. TK-Blätterteig plustert sich beim Backen unter französisch inspiriertem Belag wie roten Zwiebeln und Paprika so hübsch auf, dass man damit jede fancy Party bestreiten kann.

Kürbis

Das wird jetzt hier keine Paleo-Nummer mit rohem Büffel auf Blumenkohlmatsch, aber wer es gerne halbwegs gesund und glutenfrei hat, kann auch Gemüse als Grundlage für Tomatensauce und Käse nehmen. Besonders gut eignen sich stabile Sorten wie Kürbis oder Zucchini, die man vor dem Belegen in Scheiben oder längst durchschneidet.

Polenta

Maisgelb und ganz schön flexibel. Einfach nach Packungsanleitung anrühren, festwerden lassen und dann mit ordentlich Tomatensauce, Gemüse und veganem Käse belegen.

Wassermelone

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