Was „Kann Spuren von Milch und Eiern enthalten“ für Veganer bedeutet

Auf Schokolade, Gebäck und anderen Produkten steht oft, dass sie „Spuren von“ unveganen Inhaltsstoffen enthalten können. Heißt das, sie sind nicht vegan?

Wer anfängt, sich vegan zu ernähren, lernt schnell, Zutatenlisten zu lesen. Viele unvegane Inhaltsstoffe wie Milch oder Eier sind als Allergene fettgedruckt und leicht zu finden; bei anderen, wie Honig, muss man schon ein bisschen besser aufpassen. Aber oft findet sich unter der Liste auch ein Hinweis wie „Kann Spuren von Milch und Eiern enthalten“, der einen erst mal verunsichern kann. Ist beispielsweise die Schokolade, auf der sowas steht, jetzt vegan oder nicht?

Hersteller richten sich mit solchen Hinweisen vor allem an Allergiker. Wenn ein Produkt „Spuren von“ etwas enthalten kann, bedeutet das in der Regel, dass die Rezeptur diese Zutat nicht vorsieht, andere Produkte in derselben Produktionsanlage aber damit hergestellt werden und so Reste im Produkt landen können. Wer zum Beispiel gegen Milch allergisch ist, muss das wissen, weil schon winzige Mengen an Milch gefährlich sein können.

Für Veganer ist es aber eher umgekehrt: Der Hinweis bedeutet, dass etwa Milch oder Eier laut Rezeptur nicht ins Produkt gehören. Deshalb sehen wir wie die allermeisten Veganer solche Produkte als vegan an.

Gibt es auch: Produkte, die vegan aussehen, es aber garantiert nicht sind.

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5 Produkte, die vegan aussehen, es aber nicht sind

Wer absichtlich keine Tierprodukte kauft, will auch unabsichtlich keine kaufen. Diese Produkte sind versteckt unvegan.

Chipsfrisch ungarisch

Was an Chips aus Kartoffeln, Fett und ein paar Gewürzen nicht vegan sein kann? Das Aroma. Die „ungarischen“ Chips von Funny Frisch sind mit Wild aromatisiert und deshalb nicht einmal vegetarisch. Ähnliches gilt auch für andere Produkte der Firma, in denen beispielsweise Lab, Milchbestandteile und Aromastoffe aus Geflügel stecken. Immerhin legt Funny Frisch inzwischen online offen, ob Produkte vegan sind, aber man muss halt auch wissen, dass man danach suchen muss. Einfacher ist es, direkt vegane Chips zu essen.

Katjes Grünohrhase

Katjes ist ziemlich gut darin, auf den tierfreien Zug aufzuspringen, und bietet seit einiger Zeit mit einem großen „V“ gelabelte „Veggie“-Produkte an. Dumm nur, dass darin zwar keine Gelatine steckt, aber je nach Sorte Bienenwachs, Joghurt und andere Milchbestandteile. Das verwirrt regelmäßig nicht nur frische Veganer, sondern auch die Leute, die ihnen etwas Gutes tun wollen und die vermeintlich veganen Weingummis für sie kaufen. Dabei braucht es doch gar keine Tricks, um richtig tierfreies Weingummi herzustellen.

Fanta Klassik

Überflüssigster Mist ever: Molke in Limo. Fanta hält es aus irgendeinem Grund für besonders clever, Milchreste in die Klassik-Variante zu mischen und das als retro zu verkaufen. Gut, dass normale Fanta vegan ist und es außerdem massenhaft andere Limos ohne Tierprodukte drin gibt.

Rama

Dass Margarine nicht automatisch vegan ist, haben viele schon mitbekommen. Trotzdem noch mal zur Erinnerung: Rama packt nicht nur in die Spezialsorten mit Butter oder Buttermilch die Tierprodukte, die draufstehen, sondern auch in die ganz normale Standardmargarine. Die sieht ganz nett und blumig aus, enthält aber Milchbestandteile.

Durex Gefühlsecht

Latexkondome werden fast immer mithilfe von Kasein hergestellt. Auch die von Durex enthalten den Milchbestandteil, der das Latex geschmeidig machen soll. Wer vegane und tierversuchsfreie Kondome will, ist bei anderen Marken besser aufgehoben.

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