Was Seide für die Tiere bedeutet

Auch wenn ihr wahrscheinlich nicht allzu viele Klamotten aus Seide habt, kann es nicht schaden, zu wissen, wie diese hergestellt wird.

Im Jahr 2014 wurden weltweit etwa 178.000 Tonnen Seide produziert – überwiegend in China, Indien oder Usbekistan. Wenn man sich nun klar macht, dass für ein Seidenkleid etwa 50.000 Seidenraupen getötet werden, lohnt es sich, doch einmal etwas genauer hinzuschauen.

Der Seidenspinner

Dieser soll für die Eiablage und Nachzucht in der Seidenproduktion sorgen. Der Schmetterling ist mittlerweile so qualvoll überzüchtet, dass er kaum noch fliegen kann und sehr anfällig für Krankheiten durch Pilze und Bakterien ist.

Die Puppe

Die natürliche Verwandlung vom Ei über die Raupe zur Puppe und schließlich zum Falter wird bei der Produktion von Seide schon in der Puppenphase gewaltsam beendet. Nur die wenigen Tiere für die Nachzucht werden nach der Produktion des Kokons nicht getötet.

Der Kokon

Die Seidenraupe produziert die Seide durch Drüsen in ihrem Mund und legt einen dünnen Seidenfaden in bis zu 300.000 Windungen als Kokon um sich. Um schließlich an die Seide zu kommen, folgt nun die letzte Station, die den Tod für die Tiere bedeutet.

Das Brühbad

Normalerweise würde sich ein entwickelter Falter nun aus dem Kokon herausessen. Damit das Tier den Kokon beim Schlüpfen jedoch nicht zerstört und den Seidenfaden zerreißt, werden die Falter in ihren Kokons bei lebendigem Leib in heißem Wasser oder Dampf totgekocht. Viele Tiere winden sich im Todeskampf.

Die Alternativen

Heutzutage könnt ihr euch gegen Seide und stattdessen für Rayon aus Bambusfasern, Sojaseide, Tencel oder feine Polyesterstoffe entscheiden. Im Laden müsst ihr einfach genau das Label checken, damit euch nicht doch Seide – die deklariert werden muss – oder andere tierische Bestandteile untergejubelt werden.

In unserem Einkaufsguide findet ihr mehr Infos zu Kleidung, für die kein Tier leiden musste. Mit unseren Tipps zu toten Tieren an Klamotten entdeckt ihr, was Hersteller gerne verschweigen.

Go Vegan!

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht.

Was wir beim Hype um Gucci nicht vergessen sollten

Es ist völlig egal, ob man Gucci schön findet oder nicht. Seehunden, Krokodilen und Kängurus die Haut abzuziehen ist immer hässlich.

Foto: PETA USA

Wie oft noch, bis Gucci es endlich kapiert? Schon vor Jahren hat PETA der italienischen Firma erklärt, warum es gar nicht klargeht, mit Seehundfell gefütterte Stiefel zu verkaufen. Erst 2015 gab es um mit Kängurufell gefütterte Slipper genau die gleiche Diskussion. Und trotzdem hat Gucci Anfang Juni 2016 schon wieder Models in „exotischen“ Tierhäuten über den Laufsteg geschickt.

Nach Protesten von PETA stimmte die Westminster Abbey, in der die Show stattfand, wenigstens zu, Gucci nicht noch einmal eine Plattform für solche Auftritte zu bieten. Das hält Chefdesigner Alessandro Michele und sein Team aber noch lange nicht davon ab, weiter Nerze, Kühe, Strauße, Schlangen und andere Tiere zu verarbeiten. Dass die dafür unter miesesten Bedingungen gehalten und getötet werden, scheint Gucci egal zu sein.

Stars wie Rihanna, Elle Fanning, Rita Ora und ASAP Rocky halten weiter zur Marke und ignorieren dabei die Berge abgeschlachteter Tiere hinter den Kulissen. Dass man bei Gucci nicht einmal Parfüm kaufen kann, ohne Tierquälerei zu unterstützen (Gucci Fragrances gehört nämlich zu Procter & Gamble, die Tierversuche durchführen), stört auch die Blogger und Fashionistas nicht, die fleißig Selfies mit Gucci-Produkten hochladen.

Vielleicht müssen Gucci einfach noch mehr Leute sagen, was das Problem ist: www.gucci.com/de/de/st/contact-us