Was wir beim Hype um Gucci nicht vergessen sollten

Es ist völlig egal, ob man Gucci schön findet oder nicht. Seehunden, Krokodilen und Kängurus die Haut abzuziehen ist immer hässlich.

Foto: PETA USA

Wie oft noch, bis Gucci es endlich kapiert? Schon vor Jahren hat PETA der italienischen Firma erklärt, warum es gar nicht klargeht, mit Seehundfell gefütterte Stiefel zu verkaufen. Erst 2015 gab es um mit Kängurufell gefütterte Slipper genau die gleiche Diskussion. Und trotzdem hat Gucci Anfang Juni 2016 schon wieder Models in „exotischen“ Tierhäuten über den Laufsteg geschickt.

Nach Protesten von PETA stimmte die Westminster Abbey, in der die Show stattfand, wenigstens zu, Gucci nicht noch einmal eine Plattform für solche Auftritte zu bieten. Das hält Chefdesigner Alessandro Michele und sein Team aber noch lange nicht davon ab, weiter Nerze, Kühe, Strauße, Schlangen und andere Tiere zu verarbeiten. Dass die dafür unter miesesten Bedingungen gehalten und getötet werden, scheint Gucci egal zu sein.

Stars wie Rihanna, Elle Fanning, Rita Ora und ASAP Rocky halten weiter zur Marke und ignorieren dabei die Berge abgeschlachteter Tiere hinter den Kulissen. Dass man bei Gucci nicht einmal Parfüm kaufen kann, ohne Tierquälerei zu unterstützen (Gucci Fragrances gehört nämlich zu Procter & Gamble, die Tierversuche durchführen), stört auch die Blogger und Fashionistas nicht, die fleißig Selfies mit Gucci-Produkten hochladen.

Vielleicht müssen Gucci einfach noch mehr Leute sagen, was das Problem ist: www.gucci.com/de/de/st/contact-us

Go Vegan!

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht.

Tote Tiere an Klamotten – so entdeckt ihr, was Hersteller gerne verstecken

Wer Kleidung aus Pflanzenfasern oder Synthetik kauft, müsste eigentlich sichergehen können, dass sich daran keine Tierbestandteile befinden.

Leider gilt das aber nicht immer. Mit unseren Tipps stellt ihr sicher, dass eure Klamotten frei von toten Tieren sind.

Der kurze Blick aufs Label ist längst selbstverständlich geworden. Pflanzliche oder synthetische Fasern wie Baumwolle, Viskose, Polyester, Elasthan: alles super. Materialien wie Seide, Wolle, Pelz, für die Tiere leiden und sterben: lieber nicht.

Leider reicht der schnelle Check nicht immer, um sicherzugehen, dass ein Kleidungsstück wirklich frei von totem Tier ist. Das Etikett zeichnet nämlich nur aus, aus welchem Stoff die Klamotten zusammengenäht sind. Knöpfe, Patches und Deko fallen nicht darunter. Selbst wenn ein Label also 100 Prozent vegane Materialien ausweist, können Hersteller immer noch billige Tierprodukte am Kleidungsstück verstecken.

Achtet also auf:

Patches

Vor allem Backpatches an Jeans sind oft aus Leder.

Knöpfe

Was wie Horn, Knochen oder Perlmutt aussieht, kann aus Kunststoff oder aus totem Tier sein.

Accessoires

Angenähte Federn, Muschelketten, Perlendeko: Auch was wie billiges Plastik wirkt, ist in Wahrheit oft billiger Abfall aus der Tierindustrie.

Vor allem in diesen Fällen gilt also: hinter dem eingenähten Etikett oder zwischen den Preisschildern nach dem Zusatzlabel suchen, das diese Materialien ausweist.

Diese Labels sind oft ziemlich versteckt und umständlich formuliert. Ein Satz wie „Enthält nicht-textile Bestandteile tierischen Ursprungs, Detail/Details aus Leder, Perlen, Muscheln, Knochen oder Federn“ heißt aber nichts anderes als: Hier steckt totes Tier drin.

Ganz sicher vegane Alternativen gibt es im Einkaufsguide.