Warum ist Tierquälerei gesetzlich erlaubt?

Laut Gesetz sind Tiere schon lange keine Sachen mehr, sondern Lebewesen. Noch merkt man davon allerdings wenig.

Offiziell klingt alles erst mal super. Seit 1990 gelten Tiere in der deutschen Rechtsordnung nicht mehr als Sachen, sondern als Mitlebewesen. 2002 wurde der Tierschutz als Staatsziel in die Verfassung aufgenommen. Im Tierschutzgesetz steht, dass „niemand… einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen [darf].“ Wie kommt es dann aber, dass Tiere trotzdem tagtäglich gequält und getötet werden?

Das Problem ist, dass Tiere standardmäßig nicht als Rechtssubjekte, sondern als Rechtsobjekte behandelt werden, mit denen der Mensch immer noch machen kann, was er will. Sie haben zwar theoretisch Rechte, können sie aber nicht einklagen. Deshalb werden zum Beispiel Schweinebabys ohne Betäubung kastriert, indem man ihnen die Hodensäcke aufritzt und die Hoden mit der Hand herausquetscht, und kleinen Kälbern wird der Hornansatz ohne Betäubung mit einem heißen Eisen verbrannt. Die Bauern schieben dabei fadenscheinige Gründe vor, und die Tiere können sich juristisch nicht wehren.

Wie sich das ändern lässt? Tiere müssen endlich als sogenannte Rechtspersonen anerkannt werden, so wie natürliche oder juristische Personen. Die können nämlich vor Gericht ziehen, wenn sie ungerecht behandelt werden – oder einen Vertreter für sich vor Gericht ziehen lassen, so wie es beispielsweise auch bei Kindern geregelt ist. In Einzelfällen haben weltweit sogar schon Tiere ihre Rechte erfolgreich eingeklagt, weil sie zum Beispiel gefangen gehalten wurden. Für alle Tiere wird das aber erst gelten, wenn die deutsche Rechtsordnung die Grundgesetze von Tieren endlich fest im Gesetz verankert.

Auf unserer Kampagnenseite „Grundrechte für Tiere“ findet ihr noch viel mehr Infos dazu, wie Tiere gequält werden und was ihr für ihre Rechte tun könnt.

Ernährung

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Warum es doch was bringt, wenn ihr demonstrieren geht

Habt ihr manchmal das Gefühl, dass ihr allein machtlos seid? Dass euer Handeln nichts bringt? Hier erklären wir euch, warum diese Zweifel völliger Quatsch sind.

An Greta Thunberg kommt momentan keiner vorbei. Die 16-jährige Veganerin ist das Gesicht einer ganzen Klimabewegung. An einem Tag geigt sie Politikern auf dem Klimagipfel die Meinung, am anderen Tag trifft sie sich mit Leonardo DiCaprio, um Pläne für eine umweltfreundlichere Zukunft zu schmieden. Kein Zweifel: Greta Thunberg hat die Macht, Großes zu bewirken. Doch lasst euch davon nicht täuschen: Vor gut einem Jahr kannte sie noch kein Mensch.

© Gretathunberg / Instagram

Stellt euch vor, auch Greta hätte sich gedacht, es würde „nichts bringen“, demonstrieren zu gehen. Schließlich war sie damals völlig allein und unbekannt. Dann hätte sie niemals eine Protestwelle auslösen können. Sie hätte niemals vor Politikern gesprochen oder Menschen zu einem umweltfreundlicheren Leben bewegt.

Doch glücklicherweise ist sie vor über einem Jahr von der Schule ferngeblieben. Sie hat sich völlig allein vor das Parlamentsgebäude in Stockholm gesetzt, um für das Klima zu demonstrieren. Auf ihrem selbstgebastelten Schild stand: „Schulstreik für das Klima.“

© Mika Regneri

Greta Thunberg ist der Beweis, dass Aktivisten die ganze Welt verändern können. Ihr werdet vielleicht nicht weltberühmt, aber euer Handeln kann (und wird) andere Menschen beeinflussen. Tretet noch heute dem PETA Streetteam bei, um gemeinsam mit uns für die Rechte der Tiere zu demonstrieren. Auch an den Fridays-for-Future-Demos nehmen wir teil. Wenn ihr eine eigene Demo organisieren wollt, dann schickt uns gerne eine E-Mail und wir versorgen euch kostenlos mit Infomaterial.

Macht die Welt zu einem besseren Ort für alle Lebewesen, indem ihr die Augen vorbeigehender Passanten öffnet und die Entscheidungen ganzer Unternehmen beeinflusst. Kleines Beispiel gefällig? Nachdem unsere Streetteams ein Jahr lang vor den Thomas-Cook-Filialen demonstriert haben, werden dort nun endlich keine Eintrittskarten mehr für Meeresparks verkauft.