Wie Bundesligaprofi Andreas Luthe rückwärts ins Vegansein eingestiegen ist

So kann man es natürlich auch machen: Der Torwart des FC Augsburg hat sich vor vier Jahren für einen speziellen Start ins vegane Leben entschieden.

Die übliche Vegankarriere kennt man: Irgendwann am Esstisch mit der Familie den Zusammenhang zwischen totem Schnitzel und lebendigem Tier gemerkt, später verstanden, dass auch Gummibärchen mit Bindegewebe ganz schön eklig sind, und schließlich entschieden, dass Hafermilch und Co. viel richtiger sind als alles, was man so mit Gewalt aus Kühen und Hühnern holen kann. Dass jemand ganz anders an die Sache herangeht, kommt selten vor – außer er ist Torwart in der Fußball-Bundesliga und heißt Andreas Luthe.

„Vor vier Jahren war ich oft verletzt und hatte große Sorge, dass meine Karriere kürzer verlaufen könnte als geplant“, erzählt der Torwart des FC Augsburg im Video zum neuen PETA-Motiv. „Milchprodukte wegzulassen hat meiner Gesundheit schon einen guten Schub verpasst. Dann habe ich Fleisch und Wurst vom Speiseplan gestrichen, und erst als ich dann alle tierischen Produkte weggelassen habe, wusste ich: Das ist es. Mein Körper ist mein Kapital, der Umstieg auf die vegane Ernährung war die beste Entscheidung meines Lebens.“

Es kommt schließlich nicht darauf an, ob man erst Milch, Fleisch, Gelatinebärchen oder Parmesan zugunsten veganer Alternativen vom Teller kickt, sondern darauf, dass man es überhaupt macht. Seit er sich pflanzlich ernährt, fühlt er sich nicht nur besser, sagt Andreas Luthe, sondern es schmeckt halt auch. Und was er auf die ewigen Fragen nach dem Protein zu sagen hat, beantwortet er im Video auch ein für alle Mal.

Ihr wollt es auch mal vegan versuchen? Unser Vegan Kickstart hat jede Menge Ideen und Tipps für den Einstieg.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
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Noch ist es für Lukas Podolski nicht zu spät, auf veganen Döner umzusteigen

Nach seiner Zeit in der Türkei hat der Fußballer einen Döner-Imbiss in Köln eröffnet und verdient sich mit toten Tieren was dazu. Das ginge doch besser.

Im Internet posiert Lukas Podolski in den letzten Tagen abwechselnd mit Messer am Dönerspieß, mit Daumen hoch und Döner in der Hand oder kurz vorm Biss in einen Döner – die Message ist klar: Wer den Fußballer mag, soll bitte in seinem neuen Döner-Imbiss in der Kölner Südstadt vorbeikommen und eine Portion abgeschabtes Fleisch abkaufen. Bis zur Fußballerrente ist es schließlich nicht mehr weit, deshalb hat er sich nach seiner Zeit bei Galatasaray mit zwei Kölner Gastronomen zusammengetan, um sich ein neues Standbein aufzubauen.

Soweit okay, nur sollte auch ein Kölscher Boy von nebenan wie Poldi inzwischen weltgewandt und weise genug sein, um zu wissen, dass Dönerfleisch nicht an Bäumen wächst. Die Hühner, Kühe oder Schafe, deren Fleisch zwischen Brot, Salat, und Scharf landet, werden dafür unter grausamen Bedingungen gehalten und getötet. So richtig zum Grinsen ist es vielleicht nicht, wenn jedes Jahr Millionen von Tieren in dunklen Ställen eingepfercht, ohne Betäubung verstümmelt und oft noch im Kindesalter geschlachtet werden. Aber Hauptsache, ein Fußballer hält dazu den Daumen hoch.

Dabei könnte Lukas Podolski seinen Imbiss ziemlich leicht veganisieren. Es gibt nicht nur genug Dönerfleisch aus Seitan oder Sojaeiweiß, dass mit den richtigen Würzung perfekt schmeckt, sondern auch reichlich andere fleischfreie Snacks, die er aus Istanbul kennen sollte: die Ofenkartoffeln Kumpir, Bulgur-Salat, tonnenweise weiße Bohnen und Kichererbsen, Manti, vegane Börek und Gözleme, Lokum und Baklava… wir wären schwer dafür.

Bis dahin erst mal: Kumpir selber machen.