Wie man als Veganer nicht zu öko aussieht

Endlose Liebe an unsere Freunde mit den Hanfschuhen und verknoteten Haaren, aber manchmal will man auch vegan etwas weniger hippiemäßig rumlaufen. So geht das.

Foto: Jordan Sanchez

Klamotten

Die Zeiten, in denen vegane Kleidung bedeutete, sich in Kartoffelsäcke zu wickeln, sind vorbei, weil es sie sowieso nie gab. Wer auf nachhaltige Mode Wert legt, findet vor allem online eine riesige Auswahl an Klamotten zwischen Streetwear und futuristischen Wallegewändern. Die gute Nachricht, falls das immer noch zu nischig ist: Auch in „normalen“ Klamottenläden wie Zara, &Other Stories, ASOS oder Topshop gibt es massig Veganes. Solange man keine Seidenblusen kauft, bei Pullis und sonstigen Strickwaren auf Wolle achtet, Jeans auf Lederpatches checkt und zur Sicherheit noch schnell guckt, ob in Knöpfen oder sonstigem Besatz keine Tiere stecken, ist das meiste safe.

Schuhe

Hier wird es schon schwieriger, aber null unmöglich. Wer an Marken hängt, kann sich vegane Docs, Chucks, Vans und alle möglichen veganen Sneaker von Adidas, Nike und so weiter kaufen. Schickere Schuhe aus innovativen Materialien mit Nachhaltigkeitsanspruch gibt es von veganen Labels wie Wills oder Good Guys. Und in günstigen Läden wie H&M oder Deichmann findet man massig hochaktuelle Modelle aus Kunststoff

Polyvore

Accessoires

Ähnliches Lederthema, ähnliche Lösung: Wer seine Sachen lieber nicht in ausgehöhlten Tieren mit sich herumträgt, kann entweder auf schöne Designerteile wie die von Matt & Nat zurückgreifen oder sich in fast allen günstigeren Läden aus einem großen Angebot an Kunststofftaschen bedienen.

Make-up

Einen „normalen“ Look bekommt man auch locker mit Naturkosmetik hin, die oft mindestens so haltbar und gut pigmentiert ist wie konventionelle, und außerdem häufig als vegan ausgezeichnet. Wer es besonders ausgefallen, bunt oder dramatisch mag, findet bei Marken wie Lime Crime oder OCC außergewöhnliche vegane Lippenstifte, bei Kat von D die schwärzesten veganen Eyeliner ever und bei Urban Decay die tollsten Concealer.

Haare

Pflege geht eh klar, aber auch Stylingprodukte gibt es von hochwertigen Marken wie Paul Mitchell und Aveda, ohne dass dafür Tiere verätzt werden. Wer nicht so auf schrille Manic-Panic-Farben oder Hennarot steht, bekommt damit außerdem ein ziemlich gutes Spektrum an Haarfarben hin.

Ihr braucht noch das perfekte Requisit für euren Stil? Wie wäre es mit Kaffee auf die Hand?

Go Vegan!

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht.

5 lederfreie Schuhe, die immer gehen

Die Auswahl an veganen Schuhen wird zum Glück immer größer und unübersichtlicher, aber auf diese fünf Klassiker kann man sich nach wie vor verlassen.

Docs

Soll mal keiner sagen, die guten alten Doc Marten’s hätten ein Revival – sie waren ja nie weg! Zum Glück stellt Dr. Marten seine Stiefel längst auch in verschiedenen veganen Versionen her. Nicht ganz günstig, halten aber ein Leben lang und bringen einen durch fiese Winter genauso wie durch Festivalmatsch im Sommer.

Foto: Dr. Martens

Ethletics

Die vegane und fair produzierte Version der klassischen Chucks. Sehen genauso aus, kommen aber ohne tierische Bestandteile im Kleber daher.

Foto: Ethletic

Vans

Wer keine Chucks hat, hat Vans – oder beide. Am klassischsten ist der Authentic, ein flacher Stoffschuh in allen möglichen Farben, aber natürlich passen auch Slip Ons, Eras oder andere lederfreie Modelle zu ungefähr allen Outfits von Skinny Jeans über Blümchenkleider bis zur Jogginghose.

Foto: Impericon

Macbeth

Am besten ist es immer noch, wenn eine Firma selbst ein Auge darauf hat, dass keine Tiere an veganen Füßen landen. Bei Macbeth ist die Auswahl veganer Schuhe klar gekennzeichnet – und gar nicht mal so klein. So kann man sich beispielsweise zwischen dem „Brighton“, dem „James“ und dem „Fischer“ entscheiden.

Foto: Impericon

New Balance

Wer auf sportliche Sneaker steht, findet vor allem bei den Laufschuh-Marken viel Lederfreies. Modelle wie den WL574NEB oder den ML860SGB gibt es je nach Ausführung ohne Tierhäute. Hier – wie bei den meisten anderen nicht ausdrücklich als vegan gekennzeichneten Schuhen – gilt aber: Auch im Kleber können sich Tierprodukte verstecken, was so gut wie nie irgendwo angegeben ist. Ob man darauf achten möchte, muss letztlich jeder für sich entscheiden.

Foto: Impericon

Ihr habt Lust aufs tierfreie Schuhshoppen bekommen? Bezugsquellen und Links findet ihr in unserem Einkaufsguide.