Wird „Okja“ der nächste „Earthlings“?

Der neue Netflix-Spielfilm „Okja“ klärt niedlich bis brutal über Massentierhaltung auf. Vielleicht hilft es.

© Netflix / Screenshot

Wer vegane Menschen kennt, kennt meist mindestens auch einen, der nach dem Dokumentarfilm „Earthlings“ das Tiereessen gelassen hat. Egal wie gut man über Fakten und Zahlen Bescheid weiß: Am überzeugendsten sind immer noch Bilder.

Noch emotionaler als eine Doku kann das nur ein Spielfilm. Einer über ein sehr niedliches Riesenschwein namens Okja beispielsweise, das eher aussieht wie ein knuddeliges Nilpferd und der beste Freund von einem Mädchen namens Mija ist. Allerdings ist Okja nicht einfach so gezüchtet worden, sondern als eine neue Art von Super-Fleischlieferant – deshalb muss Mija ihre große graue Freundin vor dem Konzern Mirando retten.

Bong Joon-hos Film, in dem neben Hauptdarstellerin Ahn Seo-hyeon auch Hollywood-Stars wie Tilda Swinton, Lily Collins und Jake Gyllenhaal mitspielen, ist kein harmloser Kinderfilm, sondern ein genauer Blick auf die globale Massentierhaltung und darauf, was Entschlossenheit dagegen ausrichten kann. Damit könnte „Okja“ es schaffen, Menschen die Augen zu öffnen, die sonst lieber nicht so genau hinsehen. „Okja“ gibt es bei Netflix.

Ihr wollt direkt weiterstreamen? Hier sind unsere Netflix-Empfehlungen.

Unterhaltung

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Warum Pferdekutschen kein Spaß sind

Pferdekutschen sind nicht nur Horror für die Tiere, sondern können auch für Menschen gefährlich werden. Lasst es doch einfach sein.

In Filmen sieht das immer so romantisch aus: Sich von ein paar Pferden in einer kitschigen Kutsche durch die Stadt ziehen lassen, dabei je nach Saison das Gesicht in die Sonne halten oder sich in dicke Decken einkuscheln und die Umgebung mal ein bisschen anders sehen als vom Fahrrad aus oder zu Fuß. Dumm nur, dass die Vorstellung mit der Wirklichkeit nichts gemeinsam hat.

Für Pferde ist es Schwerstarbeit, eine Kutsche zu ziehen. Viele von ihnen sind „ausrangierte Trabrennpferde“, die körperlich zu klein und leicht sind, um schwere Lasten zu ziehen, und oft Verletzungen und Schwachstellen aus ihrer Vergangenheit mitbringen. Aber auch für gesunde Pferde ist es der Horror, bei Sommerhitze oder Schneekälte vor die Kutsche gespannt zu werden, mitten durch den Straßenverkehr laufen zu müssen und oft nicht mal längere Pausen zu haben. 

Immer wieder kommt es zu Unfällen mit Pferdekutschen, bei denen Tiere und Menschen verletzt oder getötet werden. Pferde sind Fluchttiere. Wenn sie sich im Straßenverkehr beispielsweise durch ein Hupen erschrecken, wird eine Fluchtreaktion ausgelöst und sie laufen in Panik davon. Dies führt regelmäßig zu schweren Unfällen. Und auch Zusammenstöße zwischen Autos und Kutschen sind keine Seltenheit. Rund 50 Unfälle pro Jahr mit mehreren Dutzend Verletzten und sogar einigen toten Menschen und Pferden sprechen eine deutliche Sprache.

Bitte fahrt nicht mit Pferdekutschen. Erklärt auch den Menschen in eurem Umfeld, warum Pferdekutschen keine gute Idee sind. Und wenn ihr noch mehr tun wollt: Kommt in unser Streetteam und setzt euch gemeinsam mit uns gegen Pferdekutschen ein.