Youtuber „Timon Show“ quält Tiere in grausamen Experimenten

„Timon Show“ hat einen Fisch und mehrere Insekten in ein Vakuum gepackt. Die Tiere haben daraufhin keine Luft mehr bekommen.

Youtube / Timon Show

Die „Experimente“ des Berliner Youtubers „Timon Show“ waren schon immer ein wenig fragwürdig. In einem Video will er herausfinden, was passiert, wenn er einen Elektroschocker an eine Gurke hält. (Spoiler: nichts.) In einem anderen schmeißt er zehn Kilogramm „Schleim“ auf sein Auto.

Youtuber gehen immer wieder neue Wege, um ihre Abonnenten bei der Stange zu halten. Mit der Vakuum-Videoreihe hat „Timon Show“ aber eine klare Grenze überschritten: Hier wurden verschiedene Tiere nacheinander in ein Gefäß gepackt, um ihnen Sauerstoff zu entziehen. Ein Experiment, das an Sinnlosigkeit und Grausamkeit kaum zu überbieten ist.

Durch das Vakuum dehnt sich die Luft im Körper der Tiere aus, was dazu führt, dass der Fisch mit dem Bauch nach oben schwimmt. Der Körper des Mehlwurms schwillt an und die Gliedmaßen der Fliege versagen. Alle gezeigten Tiere bekommen keinen Sauerstoff mehr und werden zunehmend nervös bis panisch. Am Ende werden sie bewusstlos. Folgeschäden sind zu erwarten.

Wir können nicht fassen, warum diese offensichtliche Tierquälerei nicht schon längst von Youtube verschwunden ist. Tierquälerei für Klicks? Das passt zu keiner aufgeklärten und modernen Gesellschaft. Es ist doch mittlerweile erwiesen, dass Fische Angst und Schmerz empfinden. Auch Insekten haben ein Nervensystem, das in vielerlei Hinsicht dem unseren ähnelt. Sie sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Viele unserer Schmerzen entstehen durch Druck, Schock, Hitze und andere Reize – Insekten reagieren ebenfalls auf diese körperlichen Empfindungen. Keines dieser Tiere möchte für ein dämliches Youtube-Video leiden.

Wir bedanken uns bei allen, die uns auf diese Tierquälerei hingewiesen haben. Unsere Rechtsabteilung hat Anzeige gegen den Youtuber erstattet.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Candy aus dem Streetteam Wuppertal

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor. Diesmal mit Candy, 23, die das Streetteam Wuppertal leitet.

Seit wann bist du dabei?

Seit dem Winter 2017.

 Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Weil ich dazu beitragen will, Dinge zu verändern. Seit ich klein bin, hat die Band die Ärzte mich mit Zeilen wie „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es ist nur deine Schuld wenn sie so bleibt“ dazu animiert, mich gegen Missstände auszusprechen.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Mir ist das Recht auf Leben eines jeden Tieres gleich wichtig.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Ich denke, Ampelaktionen sind eine wirklich tolle Sache. Sie sind ohne großen Aufwand schnell gemacht und man kann immer irgendwen dafür mobilisieren. Außerdem ist es schön, die Menschen direkt aus ihrem Alltag mit solch wichtigen Themen abzuholen. Und da sie im Auto sitzen, können sie auch nicht vor der Wahrheit weglaufen.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Sich mal erkundigen, was es so für Möglichkeiten in der Nähe gibt, und dann einfach machen! Nach dem ersten Kontakt mit anderen Aktivisten ist man dann so richtig motiviert!

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!