Laura aus dem Streetteam Würzburg

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor. Diesmal mit Laura, die das Streetteam Würzburg leitet.

Seit wann bist du dabei?

Aktivistin im Streetteam bin ich seit ca. Anfang 2016, und im Juni 2017 habe ich einen Teil der Streetteamleitung übernommen.

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Seit ich vegan wurde und mich mit allen Themen rund um den Veganismus beschäftigt habe, wurde mir klar, dass ich aktiv werden muss. Ich habe mich im Internet erkundigt, welche Möglichkeiten es gibt, und mitbekommen, dass in Würzburg ein PETA ZWEI Streetteam gegründet werden soll. Ich war sofort Feuer und Flamme für diese Idee. Vor allem hat mir gefallen, dass man an keine bestimmte Aktivismus-Form gebunden ist, sondern völlig frei und kreativ sein kann. Von Verkostungen bis hin zu lauten und vielleicht sogar mit Kunstblut verdeutlichten Demonstrationen ist alles möglich.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Mir fällt es schwer, mich für ein Thema zu entscheiden, da hinter jedem Einzelnen viele wertvolle Leben stecken. Aber wenn ich mich wirklich entscheiden müsste, wäre es Schweinefleisch und Milch. Schweinefleisch, weil mir Schweine mit ihrem süßen Rüssel und ihrer Art immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Und Milch, weil ich selbst gespürt habe, wie gut dem Körper der Verzicht auf Milch tut. Zudem zerstört man mit dem Konsum der Muttermilch einer anderen Spezies bewusst Familien. Das macht mich unglaublich traurig.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Mir gefällt es am besten, Menschen zu zeigen, was für eine Bereicherung ein leidfreier Lebensstil ist. Zum Beispiel mit Verkostungen oder Informationsstände über Milch, Eier und so weiter. Ich habe großen Spaß daran, Passanten auf einer freundlichen Ebene Hilfestellungen für den Weg in ein leidfreies Leben zu geben.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Das Beste ist eigentlich, einfach so viel wie möglich auszuprobieren, um herauszufinden, was einem am meisten Freude bereitet und wo die Stärken liegen. Nicht jedem fällt es leicht, mit Fremden zu sprechen oder an Demos teilzunehmen. Das ist aber überhaupt nicht schlimm. Denn auch Gedichte, Zeichnungen, Lieder oder leckere Rezepte, die auf Social-Media-Kanälen geteilt werden, sind Arten von Aktivismus, die viele Menschen erreichen können. Ich persönlich finde es sehr wichtig, aktiv zu werden, auch um zu spüren, dass hinter all diesem Leid eine wunderbare Bewegung steckt, die jeden mit offenen Armen empfängt. Ich bin stolz, ein Teil davon sein zu dürfen, und möchte es nie mehr missen.

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Ist Reiten okay?

Wer Pferde liebt, will ihnen nicht schaden. Lässt sich das mit dem Reiten vereinbaren?

Die meisten Menschen, die reiten gehen, tun das, weil sie Pferde lieben. Sie haben Spaß an der gemeinsamen Bewegung, achten darauf, dass sich die Tiere dabei möglichst nicht verletzen und pflegen sie gut, indem sie ihnen Futter geben und sie und ihre Ställe sauber halten. Trotzdem taucht oft irgendwann die Frage auf: Lässt sich das Reiten überhaupt mit Tierliebe vereinbaren?

In einer perfekten Welt würden Pferde in Freiheit leben und kein Mensch würde etwas von ihnen verlangen. Pferde sind Herdentiere, die in freier Wildbahn in großen Gruppen zusammenleben, auf Wiesen grasen, weite Strecken zurücklegen und sich gegenseitig umwerben. Sie haben ihre ganz eigenen Bedürfnisse und Interessen, und keins davon ist, einen Menschen auf ihrem Rücken herumzutragen. Diese Entscheidung treffen alleine die Menschen.

Wer Reitstunden nimmt oder ein Pferd kauft, unterstützt damit leider immer, dass mit Tieren, die kein Mitspracherecht haben, Geld verdient wird. Auch wenn sich ein Pferd vielleicht über einen Snack oder eine Striegeleinheit freut: Es hat sich dieses Leben nicht ausgesucht. Wenn wir aufhören wollen, Tiere als minderwertige und uns untergeordnete Lebewesen zu sehen, sollten wir das also hinterfragen.

Was sowieso nicht klargeht: Der professionelle Rennsport.