Maria aus dem Streetteam München

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor. Diesmal mit Maria, 28, die das Münchner Streetteam leitet.

Fighting for Animals Photogr.
13.Sep 2016

Seit wann bist du dabei?

Das erste Mal war ich im Dezember 2014 bei einer Aktion und habe dann versucht, so oft wie möglich aktiv zu sein. Im Juli 2015 habe ich dann die Leitung übernommen.

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Als ich vegan geworden bin, habe ich gerade in einer Kleinstadt im Harz gewohnt. Die meisten wussten dort nichts über Veganismus und die Situation der Tiere. Ich wollte all das verbreiten und dazu beitragen, etwas zu verändern. Als ich online nach Gleichgesinnten gesucht habe, war das nächste Streetteam leider zu weit entfernt. Bei meinem Umzug nach München wollte ich dann endlich aktiv etwas tun und bin direkt dem örtlichen Streetteam beigetreten.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Für mich sind alle Themen wichtig und so versuche ich auch, dass wir bei unseren Aktionen alles immer wieder machen. Ich rede und diskutiere mit Leuten aber sehr gerne über komplexere Bereiche wie Tierversuche und Tiere in der Landwirtschaft. Gerade hier gibt es viel an Hintergrundinfos, von denen der Verbraucher kaum eine Vorstellung hat.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Wir machen meist Aktionen, die sehr auffällig und laut sind. Wo wir zum Beispiel direkt einen Missstand mit Aktivisten darstellen. So können die Leute sich der Wahrheit nicht gleich wieder entziehen und daraus entstehen meist viele Fragen und Diskussionen. Ich mache auch gerne Aktionen, wo wir uns direkt gegen ein Unternehmen richten. Denn die meisten behaupten, mit schlechten Zuständen in der jeweiligen Branche nichts zu tun zu haben, und diese Beschönigungen möchte ich dem Verbraucher direkt aufzeigen.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Sucht euch Gleichgesinnte, zum Beispiel über Gruppen bei Facebook, und informiert euch über verschiedene Formen des Aktivismus. Ob es Flyer verteilen ist oder ihr euch einer Gruppe anschließt und Proteste oder lieber Infotische mit veganen Leckereien macht. Es gibt viele Wege, etwas für Tiere zu tun, und man sollte den Weg finden, bei dem man sich am wohlsten fühlt. Dann seid ihr auch für die andern Leute authentisch und somit am effektivsten in Gesprächen und Diskussionen. Gleichgesinnte sind immer toll, um Anschluss in dieser Bewegung zu finden und manchmal auch Halt, denn Gegner haben wir mehr als genug und somit gibt es auch mal Gegenwind. Dass wir den haben, zeigt aber, wie viel selbst kleine Aktionen bringen. Denn wir werden immer mehr, und jeder kann dazu beitragen, dass sich wieder Menschen gegen Tierqual entscheiden.

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt uns unser Streetteam!

Streetteam

Mit anderen für Tiere aktiv werden.
Mitmachen

Go Vegan!

Bringen Petitionen überhaupt was?

Es kann sich sinnlos anfühlen, mit einer Unterschrift etwas verändern zu wollen. Tatsächlich haben Petitionen aber schon viel bewirkt.

13.Sep 2016

Eine Petition an den Bundestag, eine Unterschriftensammlung an eine Firma oder ein Aktionsaufruf, bei dem sich viele einzelne Leute beispielsweise direkt an ihre Abgeordneten oder an ein Unternehmen wenden, zwingt erst mal niemanden, etwas zu verändern. Aber es zwingt die Empfänger der Unterschriften, sich mit dem Thema, um das es geht, auseinanderzusetzen. Wie so oft macht es die Masse. Wenn so viele Leute mit etwas unzufrieden sind, muss schließlich etwas dahinterstecken.

Deshalb bewirken Petitionen auch immer dann am meisten, wenn sie möglichst viel Öffentlichkeit bekommen und vielleicht sogar mit anderen Aktionen verbunden sind. So hat es eine PETA-Kampagne mit einer Petition und Protesten vor Ort es geschafft, dass Peek & Cloppenburg keinen Kaninchenpelz mehr verkauft. Und auch im Fall von Mimi und Dolly erreichte eine Petition zusammen mit anderen Aktionen es schließlich, dass die beiden Schimpansen aus ihrem unzumutbaren Gehege gerettet und in eine Auffangstation gebracht wurden.

Oft reicht aber auch schon eine großangelegte Online-Aktion, um beispielsweise Firmen von etwas zu überzeugen. IKEA hat nach einer PETA-Petition begriffen, dass es an der Zeit für eine vegane Version der Köttbullar ist. Und die Sojasoße von Kikkoman ist dank mehr als 100.000 Protestmails inzwischen tierversuchsfrei.

Aktuelle Aktionsaufrufe findet ihr bei uns. Und wenn ihr noch mehr für Tierrechte tun wollt, wartet unser Streetteam schon auf euch.